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14.05.2011

13:00 Uhr

Elektromobilität

Merkel will Führungsrolle bei Elektro-Autos

Angela Merkel ist optimistisch, dass bis 2020 eine Millionen Elektroautos über die Straßen rollen werden. Nach Ansicht der Bundeskanzlerin gibt es dabei aber zwei große Herausforderungen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel neben einem Elektofahrzeugs vom Typ "e-tron". Quelle: dapd

Bundeskanzlerin Angela Merkel neben einem Elektofahrzeugs vom Typ "e-tron".

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist trotz aller Probleme optimistisch, das Ziel von einer Million Elektroautos bis 2020 zu erreichen. Bis 2030 könnten es sechs Millionen Fahrzeuge sein, erklärte Merkel am Samstag in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft. Sie sei sehr optimistisch, dass Deutschland „schon verlorenes Terrain sehr schnell wieder aufholen“ könne. Die Kanzlerin bekräftigte, Deutschland solle trotz großer Konkurrenz aus Asien zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität werden.

Im zweiten Bericht der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE), den Merkel am Montag entgegen nimmt, werden erhebliche Zweifel an den Zielen der Bundesregierung geäußert. Ohne staatliche Hilfe könnten die Marke von einer Million Elektroautos bis 2020 klar verfehlt werden, heißt es in dem Entwurf für den Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Umwelt- und Verkehrsverbände werfen der Autoindustrie vor, es mit ihren Einwänden vor allem auf Subventionen abgesehen zu haben.

Merkel räumte ein, dass die Ziele nicht einfach zu erreichen seien. Vor allem in Asien gebe es viele Konkurrenten. „Aber wir glauben, dass wir an die herausragenden Fähigkeiten unserer Hersteller im Bereich des Automobilbaus anknüpfen können“, sagte die Kanzlerin. Elektromobilität biete die Chance, unabhängig vom Öl zu werden. Und gerade für große Ballungsgebiete böten Elektroautos die Chance auf weniger Schadstoffemissionen. Das sei in den asiatischen Schwellenländern wie in vielen anderen Ländern von großer Bedeutung.

Nach Ansicht von Merkel sind zwei große Herausforderungen zu bewältigen. Bei der Batterieherstellung gebe es zwischen den deutschen Autoherstellern „interessante Kooperationen“. Die zweite Aufgabe sei der Aufbau der Infrastruktur zum Laden der Batterien. Dazu werde die Regierung auch mit den Kommunen zusammenarbeiten. Nötig seien Parkplätze mit Aufladestationen sowie Extraspuren für Elektroautos.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

14.05.2011, 14:43 Uhr

Wo will diese Tusse eigentlich noch die Führungsrolle übernehmen?
Sie will schon die große Staatsratsvorsitzende von ganz Europa werden, jetzt in der Autoindustrie. Mein Gott, die soll aufpassen, dass sie sich nicht verhebt
Und ganz im Sinne der Planwirtschaft macht sie fröhlich weiter mit Subventionen. Denn die Autoindustrie, so war zu lesen, soll viel Steuergeld bekommen für die Elektroautos

Rheinschwimmer

14.05.2011, 16:38 Uhr

Wo will sie denn den Strom zum Laden der Batterien hernehmen? Wenn der Wind nicht weht, fahren auch die E-Autos nicht, dann doch lieber gleich Radfahren oder Wandern mit Kretschmann.

Merlin

14.05.2011, 16:45 Uhr

Keine Angst, die AKWs aus Frankreich, der Tschechei und zukünftig Polen liefern zuverlässig. Gegen Atomstrom aus den genannten Ländern haben auch die Grünen überhaupt nichts einzuwenden. Also alles in Butter.

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