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28.03.2014

09:03 Uhr

Elektromobilitätsgesetz

Dobrindt will Elektroautos schnell auf den Weg bringen

Es gehört zu den Vorzeigeprojekten der Bundesregierung: Elektroautos sollen auf deutschen Straßen endlich den Durchbruch schaffen. Jetzt macht Verkehrsminister Dobrindt erste Vorschläge für ein Förderkonzept.

Ein Elektroauto wird aufgeladen: Für Verkehrsminister Dobrindt sieht so die Zukunft aus. Er will einen Durchbruch für E-Fahrzeuge auf deutschen Straßen. dpa

Ein Elektroauto wird aufgeladen: Für Verkehrsminister Dobrindt sieht so die Zukunft aus. Er will einen Durchbruch für E-Fahrzeuge auf deutschen Straßen.

BerlinBundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will die stärkere Förderung von Elektroautos in Deutschland zügig auf den Weg bringen. „Wir wollen das erste Elektromobilitätsgesetz sehr schnell verabschieden“, sagte Dobrindt der Nachrichtenagentur dpa. Dies sei noch in diesem Jahr geplant. Zunächst gehe es unter anderem um Vorgaben für Beschilderungen und ein neues „E“ auf Kennzeichen. In einem separaten zweiten und dritten Teil sollen dann etwa Fragen wie das Ladestationen-Netz und ein Programm mit zinsgünstigen Krediten geregelt werden. Die Bundesregierung verfolgt das Ziel von einer Million E-Autos diverser Varianten auf deutschen Straßen bis 2020.

„Wir wollen Elektroautos mit Privilegien ausstatten, die einen Zusatznutzen für die Käufer bedeuten“, sagte Dobrindt. Geplant sind zum Beispiel Sonderrechte beim Parken oder zum Fahren auf Busspuren. Dafür sollen als erstes Rahmenbedingungen festgelegt werden, damit Kommunen dies vor Ort umsetzen können. Definiert werden soll auch, welche Technologien einbezogen werden. Neben reinen E-Autos gibt es etwa auch Hybridfahrzeuge mit ergänzendem Verbrennungsmotor.

Der Minister bekräftigte, dass keine direkten Kaufprämien für die noch relativ teuren Elektrofahrzeuge zu erwarten sind. „Rein finanzielle Anreize für den Kauf wird es nicht geben.“ Die anderen verschiedenen Instrumente sollen innerhalb der Bundesregierung mit dem Wirtschafts- und Umweltministerium abgestimmt werden. Dafür legte das Verkehrsressort nun einen Entwurf als Diskussionsgrundlage vor.

In dem zweiten Teil des Gesetzespakets soll neben dem Aufbau eines Ladestationen-Netzes auch eine E-Auto-Beschaffungsinitiative von Bund, Ländern und Kommunen festgezurrt werden. Dies sei ein Anstoß, damit das Angebot an Fahrzeugen wachse. „Ein echter Markt entsteht erst dann, wenn es auch einen Gebrauchtwagenmarkt gibt“, sagte Dobrindt.

Der dritte Teil des Pakets soll auf eine „Marktaktivierung“ zielen. Dabei geht es etwa um Forschungsförderung für Brennstoffzellen und Batterien sowie um Anreize für Käufer. Laut Koalitionsvertrag soll aus Eigenmitteln der KfW-Bank ein Programm mit zinsgünstigen Krediten zur Anschaffung besonders umweltfreundlicher Fahrzeuge aufgelegt werden.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

28.03.2014, 09:30 Uhr

Hört endlich auf, E-KFZ mit allen Mitteln pushen zu wollen. Sie sind und bleiben nicht alltagstauglich, solange die Reichweite insb. in der kalten Jahreszeit satt unter 100 km sinkt:

Tesla Model S, 85 kWh-Akku, offizielle Reichweite 502 km, im Wintertest 206 km;

Nissan Leaf, 24 kMh-Akku, offizielle Reichweite 199 km, im Wintertest 69,1 km;

BMW i3, 21,6 kWh-Akku, Reichweite 130 bis 160 km, im Wintertest 61,4 km;

Mitsubishi i-MiEV, 16 k/h-Akku, Reichweite 150 km, im Wintertest 61,3 km;

Renault Zoe, 22 kWh-Akku, Reichweite 100 bis 150 km, im Wintertest 58,9 km.

Aus: http://www.handelsblatt.com/auto/test-technik/reichweite-bricht-ein-elektroautos-versagen-bei-kaelte/9284156.html

Zudem bis auf den Tesla alles hoffnungslos überteuerte Nuckelpinnen, die vielleicht reichen, die Kinder zum Kindergarten zu kutschieren, in die aber schon ausgewachsene Großeinkäufe oder gar ein oder mehrere große Hunde nicht mehr hineinpassen. Alltagsuntauglich!

Der verlinkte Beitrag aus dem HB schließt mit den Worten:

"Was man heute realistisch von einem batterieelektrisch betriebenem Auto erwarten kann, wenn das Thermometer unter Null Grad Celsius fällt, lässt den täglichen Pendlerweg zur Arbeit schon zum riskanten Rechenexempel werden. Staus oder Umleitungen können bei knapp kalkulierter Reichweite dann zu einem echten Problem werden."
Q.e.d. Ich wollte so eine Mühle nicht mal geschenkt!

Account gelöscht!

28.03.2014, 09:50 Uhr

Nachtrag:
"„Ein echter Markt entsteht erst dann, wenn es auch einen Gebrauchtwagenmarkt gibt“, sagte Dobrindt."
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Gebrauchtmarkt bei E-Fahrzeugen? Ich würde niemals ein gebrauchtes E-Fahrzeug kaufen, da keiner weiß wie der Akku gepflegt wurde. Das ist eine potentielle, massive Kostenfalle, denn diese Spezialakkus sind alles, nur nicht preiswert.

Wenn überhaupt jemals E-KFZ in der Zukunft, dann auf Brennstoffzellen basierend, die mit Wasserstoff, Alkoholen, Kohlenwasserstoffen o.ä. funktionieren, idealerweise wahlfrei.

Account gelöscht!

28.03.2014, 11:47 Uhr

Auch ein Politiker Dobrindt wird an der Physik und den wirtschaftlichen Vorteilen eines diesel-benzin betriebenen Fahrzeug/Komfort scheitern.

Das E-Auto ist etwas für Grün beseelte Spinner und Menschen die sehr sehr viel Geld besitzen.
Ein E-Auto ist Nicht alltags tauglich. Warum fängt den nicht die Regierung schon mal an, ihren Fuhrpark und den Fuhrpark der Bundeswehr auf E-Autos/Millitärfahrzeuge wie Panzer, LKW usw. umzustellen....?! Fragen über Fragen zu dieser geldvernichtenden politisch Grünen E-Autoabzocke Ideologie..

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