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01.01.2017

23:29 Uhr

Emmanuel Macron

„Merkel und die Deutschen haben unsere Würde gerettet“

Frankreichs früherer Wirtschaftsminister lobt die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Indirekt kritisiert der Präsidentschaftskandidat dabei die zurückhaltende Flüchtlingsaufnahme seines Landes.

Frankreichs früherer Wirtschaftsminister und Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron dpa

Lob für Merkel

Frankreichs früherer Wirtschaftsminister und Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron

BerlinDer französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron hat die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Hintergrund der gewachsenen Terrorgefahren in Europa gelobt. Es sei eine „widerliche Vereinfachung“, wenn Merkel vorgeworfen werde, sie habe mit der Aufnahme von Flüchtlingen die eigene Hauptstadt und ganz Europa der Terrorgefahr ausgeliefert, sagte Macron der „Süddeutschen Zeitung“ nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin.

„Kanzlerin Merkel und die ganze deutsche Gesellschaft waren auf der Höhe unserer gemeinsamen Werte“, sagte Macron zur Haltung der Kanzlerin in der Flüchtlingskrise. „Sie haben unsere kollektive Würde gerettet, indem sie notleidende Flüchtlinge aufgenommen, untergebracht und ausgebildet haben.“

Der 39-jährige Polit-Jungstar Macron, der bis August 2016 Wirtschaftsminister unter dem sozialistischen Präsidenten François Hollande war, umgeht die Vorwahl der Linken und tritt 2017 als unabhängiger Kandidat zur Präsidentenwahl an. Macron, der sich selbst gern als „Progressist“ bezeichnet, gründete seine eigene Bewegung En Marche. Umfragen zufolge ist er der populärste Politiker in Frankreich. Seine Chancen bei der Präsidentenwahl liegen aber hinter denen des Konservativen Francois Fillon und der Chefin der rechtsextremen Partei Front National, Marine Le Pen.

Kommentare (17)

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Rainer von Horn

02.01.2017, 08:10 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

Herr Tom Schmidt

02.01.2017, 08:59 Uhr

Zum Postfaktentum der etablierten Parteien gehört, dass sie nie für die negativen Seiten ihrer Politik Verantwortung übernehmen wollen! (und das alles angeblich kompliziert ist) Nein, es ist einfach! Dinge im realen Leben haben Vor- und Nachteile!

Doch: das sind Merkels Tote und sie ist auch für die sexuellen Übergriffe verantwortlich!

Es ist eine Frage der Abwägung, unterm Strich hat Merkel bis heute Glück, die Wahrscheinlichkeit, dass man in Deutschland vom Blitz getroffen wird, ist höher als das man von einem Flüchtling umgebracht wird. (die strategische Komponente ausgeblendet).

Und sie hat eine Abwägung getroffen: das Leid der Flüchtlinge mit den unschönen Bildern, gegenüber den Opfern, wenn man eine Bürgerkriegsgesellschaft ins Land lässt.

Hätte man das von Anfang an zugegeben, wäre es wohl auch gar keine große Sache... aber man musste die Leute ja anlügen und ihnen irgendetwas über das große Potential der Zuwanderer erzählen...

Herr Josef Hirsepp

02.01.2017, 09:24 Uhr

Monsieur MACRON:

"von andrer Leut's Leder laesst sich's gut breite Riemen schneiden......"

Es waere eine Belohnung an Deutschland, nicht nur unverbindliches Lob auszusprechen, sondern tatkraeftig & finanziell zu helfen!

FRATERNITEE, SUPPURTER, FINANCIER !!!

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