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30.06.2013

14:55 Uhr

Emnid-Sonntagsfrage

Koalition liegt vorne - Piraten und AfD abgeschlagen

CDU/CSU und FDP könnten nach derzeitigem Stand mit einer knappen Mehrheit bei der Bundestagswahl rechnen. Die SPD kommt nicht vom Fleck – setzt dennoch weiter ausschließlich auf die Grünen.

Zwei Fähnchen der Parteien CDU und FDP stehen in Berlin auf dem Rasen vor dem Bundestag. Die Koalition liegt in der jüngsten Emnid-Umfrage vorn. dpa

Zwei Fähnchen der Parteien CDU und FDP stehen in Berlin auf dem Rasen vor dem Bundestag. Die Koalition liegt in der jüngsten Emnid-Umfrage vorn.

BerlinDie Union kam in einer Emnid-Umfrage für die 4„Bild am Sonntag“ wie in der Vorwoche auf 41 Prozent, die FDP legte um einen Punkt zu und verbesserte sich auf fünf Prozent. Damit erreichte Schwarz-Gelb zusammen 46 Prozent. Die SPD verharrte bei 25 Prozent, die Grünen büßten einen Punkt ein und lagen bei 13 Prozent. Die Linke verlor ebenfalls einen Punkt und kam auf sieben Prozent. Die drei Oppositionsparteien zusammen hätten damit 45 Prozent.

Nicht im Bundestag vertreten wären die Piratenpartei mit drei und die Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) mit zwei Prozent.

Trotz des anhaltenden Umfragetiefs setzt die SPD im Bundestagswahlkampf weiter ausschließlich auf eine Koalition mit den Grünen. Rot-Grün kämpfe gegen Schwarz-Gelb, "alles andere sind Phantomdiskussionen", erklärte SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann am Samstag in Berlin. Mehrere SPD-Landespolitiker plädierten derweil sogar für eine formale Absage an eine große Koalition.

Die SPD kommt auch in anderen Umfragen derzeit nur auf 22 bis 26 Prozent, Kanzlerkandidat Peer Steinbrück liegt in der Wählergunst seit Monaten abgeschlagen hinter Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU).

Laut "Welt am Sonntag" wird in der SPD-Führungsspitze ein formaler Ausschluss einer großen Koalition erwogen. Das könne auf die eigenen Anhänger und Wahlkämpfer motivierend wirken, berichtete das Blatt aus Parteikreisen. Mehrere SPD-Landespolitiker legten demnach ihrer Partei nahe, der Festlegung Steinbrücks zu folgen, der für sich einen Posten in einer großen Koalition ausschließt. "Die SPD sollte überlegen, ob sie als Partei in Gänze der Union eine Absage erteilt", sagte der rheinland-pfälzische SPD-Fraktionschef Hendrik Hering der Zeitung. "Niemand in der SPD will eine große Koalition", sagte auch der schleswig-holsteinische SPD-Vorsitzende Ralf Stegner.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) mutmaßte am Wochenende, die SPD werde es eher mit Rot-Rot-Grün versuchen. "Mancher glaubt, es werde wieder eine große Koalition geben. Abgesehen davon, dass wir dies nicht wollen, gibt es nach meiner Überzeugung in der SPD tatsächlich ganz andere Gedankenspiele", sagte Kauder der in Bielefeld erscheinenden "Neuen Westfälischen" vom Samstag. Er glaube, dass die SPD ein "wie immer geartetes Bündnis mit den Grünen und den Linken eingehen würde, falls es dafür reichen sollte".

Kommentare (62)

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joker

30.06.2013, 15:22 Uhr

Tja woher soll es denn kommen.
Die AfD kommt ja kaum in den Medien vor.
Während die Kanzlerin und Steinbrück die Deutschen verarscht.
Von mir bekommt die ALTERNATIVE FÜR Deutschland meine Stimme.
Die anderen Parteien sind doch fast täglich in den Springer Medien präsent. Wer weiß wieviel Geld Springer dafür bekommt. Das kann der einfache Mann nicht.

Account gelöscht!

30.06.2013, 15:32 Uhr

Da macht ein seriöses deutsches Institut eine Umfrage und die AfDler gehen auf die Barrikade: kann nicht sein, Weltuntergang, alles Feinde um uns rum.

Jede Wette: AfD bleibt bei unter 3% und geht bis Ende nächsten Jahres ein - wie der feine rechte Herr aus Hamburg, an den sich heute keiner mehr erinnern will.

Verquaste Ideen, falsche wirtschaftliche Weltanschauungen und "wir machen das halt alles anders" reichen nicht als Parteigrogramm - zumindest nicht für die, die mitdenken.

Ach ja, natürlich haben mich die klassischen Parteien für diesen Kommentar bezahlt - in Euro, an den ich glaube.

Account gelöscht!

30.06.2013, 15:38 Uhr

Die "klassischen Parteien" ... lol

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