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17.03.2013

15:54 Uhr

Empfehlung

Bundestagskommission will die Rente mit 69

Nicht einmal die Rente mit 67 reicht aus, um die Finanzierungslücke in der Rentenkasse zu schließen, so eine Enquete-Kommission des Bundestags. Die Projektgruppe plädiert für eine Anhebung des Rentenalters auf 69 Jahre.

Viele Experten fordern eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters. dapd

Viele Experten fordern eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters.

BerlinEine Enquete-Kommission des Bundestags plädiert einem Medienbericht zufolge für die Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters auf 69 Jahre bis zum Jahr 2060. Das Finanzierungsproblem der Sozialversicherungen sei noch ungelöst, zitierte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel" am Sonntag aus dem Entwurf des Abschlussberichts der zuständigen Projektgruppe „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität".

„Ohne weitreichende Maßnahmen wie die weitere Heraufsetzung des Renteneintrittsalters, das analog auch für Beamte gelten müsste, ist die Tragfähigkeitslücke kaum zu schließen", heiße es darin weiter. Den Passus zum Rentenalter habe die Koalition aus CDU/CSU und FDP mit ihrer Mehrheit durchgesetzt. SPD, Grüne und Linkspartei hätten sich in einem Sondervotum dagegen gestellt.

Erst kürzlich hatte die Bertelsmann-Stifung in einer Studie eine Erhöhung des Renteneintrittsalters bis 2060 auf 69 Jahre empfohlen. Ähnlich fiel das Ergebnis aus in einer im Dezember veröffentlichten Studie der von der Wirtschaft finanzierten Lobbygruppe INSM, bei der der frühere Bundesarbeits- und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement Kuratoriumsvorsitzender ist. Auch die Wirtschaftsweisen plädierten 2011 in einem Gutachten für die Bundesregierung für eine Rente mit 69 ab 2060. Wegen der schrumpfenden Bevölkerung brachte die Bundesbank schon Mitte 2009 eine Rente mit 69 ins Gespräch.

Nach aktueller Gesetzeslage erhöht sich das Renteneintrittsalter von derzeit etwas über 65 bis 2029 schrittweise auf 67 Jahre. Die SPD will an der Rente mit 67 grundsätzlich festhalten, sie aber aussetzen, bis die Hälfte aller 60- bis 64-Jährigen sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Derzeit sind dies knapp 30 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (65)

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Account gelöscht!

17.03.2013, 16:35 Uhr

Statt einer Erhöhung wäre eine Herabsetzung auf 60Jahre viel angemessener. Dieser ewig wiederholte Blödsinn von der nicht Bezahlbarkeit der Rente ist nichts weiter als unbelegtes neoliberales Gerede.
Dazu folgendes, laut der Bundesregierung werden wir Deutschen auf Grund sinkender Geburtsraten immer weniger. Und unsere Wirtschaft steigt kontinuierlich, d.h. sie wird größer.
Anders ausgedrückt, für die gesetzliche Rentenversicherung wird der Kuchen immer größer und die Zahl der Empfänger immer kleiner.
Warum sollte die Rentenversicherung also nicht finanzierbar sein??
Es sei denn, die Politik möchte den Gelüsten der privaten Finanzwirtschaft auf die Umsätze der gesetzlichen Versicherungen nachgeben. Das ist der eigentliche Grund, mit der gesetzlichen Rentenversicherung können die privaten Versicherungen nämlich kein Geld verdienen. Das ist der eigentliche Grund für diese Medienkampagne gegen die gesetzliche Rentenversicherung.

JML

17.03.2013, 16:41 Uhr

LOL, und in 20 Jahren wird der Rentenanspruch abhängig gemacht, von einer allgemeinen Arbeitsfähigkeit, ab dem Alter von 70 Jahren. Dann wird nur noch derjenige Rentner, der nicht mehr in der Lage ist mehr als 20 Stunden die Woche zu arbeiten aufgrund ärztlichen Gutachtens - orientiert an der physischen (körperlichen)Verfassung. Aber wer dann einfach nicht mehr gebraucht wird am Arbeitsmarkt, weil ja nicht mehr körperliche sondern geistige Arbeitsfähigkeit das entscheidende Beschäftigungskriterium ist, der hat dann Pech gehabt. Was auf die Breite der jetzigen Mittelschicht zielt, der hat dann Pech gehabt. . So schauts aus.

Super-Angie

17.03.2013, 16:45 Uhr

das wäre dann arbeiten bis zur Sterbetafel

so kann man sich Rente sparen und nach oben verteilen.

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