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10.04.2013

00:50 Uhr

Endlager-Suche

Atomlobby will Gorleben nicht aufgeben

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, einen Standort für die atomare Endlagerung zu suchen. Den umstrittenen Salzstock Gorleben sieht die deutsche Atomindustrie dabei im Rennen - und sie verweist auf Extrakosten.

Ein an einer Kette befestigtes Schild warnt vor Strahlung im atomaren Zwischenlager in Gorleben. dpa

Ein an einer Kette befestigtes Schild warnt vor Strahlung im atomaren Zwischenlager in Gorleben.

BerlinDie deutsche Atomindustrie gibt den Salzstock Gorleben als möglichen Standort für ein nukleares Endlager noch nicht auf. Das Deutsche Atomforum begrüßte es, dass auch im neuen Suchverfahren Gorleben als potenzieller Standort in der Auswahl bleiben solle, „weil alle bisherigen wissenschaftlichen Ergebnisse nicht gegen diesen Salzstock sprechen“.

Der Lobbyverband wehrte sich in der Stellungnahme gegen neue Kosten durch das Prüfen von Alternativen zum Salzstock Gorleben. In dessen Untersuchung seien bereits über 1,6 Milliarden Euro investiert worden. „Für die Übernahme zusätzlicher Kosten durch die Betreiber infolge alternativer Standorterkundungen vor einer abschließenden Bewertung zur Eignung Gorlebens gibt es nach unserer rechtlichen Auffassung keine Grundlage.“

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Der Bund und die Länder hatten sich am Dienstag in Berlin darauf verständigt, eine neue Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle zu beginnen. Dabei soll kein potenzieller Standort von vornherein ausgeschlossen werden.

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Von

dpa

Kommentare (7)

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milo

10.04.2013, 06:40 Uhr

Natuerlich will die Atomlobby Gorleben nicht aufgeben, sind die Konditionen, die noch mit Atomfreundlichen Politikern ausgehandelt wurden, sehr gut fuer die Atomindustrie, denn damals war der Atomstrom ja auch noch billig, sauber und ungefaehrlich, und die Entsorgung sollte wesentlich vom Steuerzahler getragen werden. So billig kaeme man bei einem neuen Endlager sicher nicht mehr weg. Aber, sie werden es auch diesmal wieder schaffen, die Lasten dem Steuerzahler aufzulegen. Asse laesst gruessen

vandale

10.04.2013, 08:05 Uhr

Allein der Wortlaut "Atomlobby.." zeigt sehr deutlich welchen Glauben der Journalist pflegt. Man denke an Begriffe wie: "Die Umweltorganisation Greenpeace sagt", "der Windenergieverband gibt bekannt".

Rein von der Sache bedeutet das "Endlagersuchgesetz" sinnlose Kosten für die jahrelange Beschäftigung von Oekologen und auch naturwissenschaftlicher Wissenschaftler, Kosten für die Zwischenlager und den Erhalt von Gorleben. Möglicherweise wird man sogar versuchen die sinnlos verursachten Suchkosten den Vesorgern in Rechnung zu stellen.

Das Gesetz wurde so formuliert und die Gremien so besetzt, dass die Erfolglosigkeit der Suche garantiert ist.

Politisch bedeutet dies, dass sich die bürgerliche Regierung den Konflikt mit den links-ökologischen Medien für ein paar Jahre erspart.

Die Medien können zusammen mit Oekoorganisationen behaupten dass es keine Endlagerung für radioaktive Abfälle gäbe weil dies so gefährlich wäre. Sie können bei jedem Vorschlag der Suchkommission sofort ein riesiges Spektakel organisieren.

Oekologisch gesinnte Geister können sich von der Gefahr teuflischer Strahlen gruselig bedroht fühlen.

Insgesamt sollte das für eine bürgerliche Regierung sehr einlich sein.

Vandale

HofmannM

10.04.2013, 08:40 Uhr

Wie schon mal gesagt, es spielt keine Rolle, ob das Lager jetzt "Endlager" oder "Zwischenlager" heißt. Gelagert wird so oder so! Wenn Gorleben von den ökosozialisten weiter bebombt wird, dann wird es halt auch weiterhin kein Endlager als Bezeichnung geben. Ein politisch deutsche Kasperltheater wie es auch NUR in Deutschland vorkommen kann!

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