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11.02.2012

10:22 Uhr

Energie-Engpässe

Trittin kritisiert „Atom-Nation Frankreich“

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hat die Energiepolitik der „Atomnation Frankreich“ bemängelt. Anlass der Kritik: Trotz der 55 Reaktoren gebe es Engpässe, so dass sich „alte CO2-Schleudern“ nach wie vor lohnen würden.

Grünen-Fraktionschef Trittin: „Die so ziemlich dümmste Variante“ Reuters

Grünen-Fraktionschef Trittin: „Die so ziemlich dümmste Variante“

OsnabrückGrünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hat die Energiepolitik der „Atomnation Frankreich“ scharf kritisiert. Das Nachbarland habe trotz seiner 55 Reaktoren bei der derzeitigen Kältewelle Engpässe, sagte Trittin der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. In der Folge lohnten sich auch noch „alte CO2-Schleudern“, weil die Franzosen massenhaft Strom zum Heizen nutzten. „Das ist so ziemlich die dümmste Variante“, sagte der Grünen-Politiker.

Trittin sieht keine Gefahr von Stromknappheit in Deutschland. „Da wollen auf Kernkraft fixierte Unternehmen nur Ängste schüren“, sagte er. In Wahrheit sei Deutschland nach wie vor Stromexporteur, vor allem nach Frankreich. Sogar in diesen Tagen strengen Frostes sei ein Exportüberschuss von 1.200 Megawatt verzeichnet worden. Deutschland habe mit der von Rot-Grün seit 2000 eingeleiteten Energiewende die Weichen richtig gestellt.

Von

dapd

Kommentare (16)

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Carlos

11.02.2012, 11:27 Uhr

Leute die immer noch die CO2 Lüge verkaufen wollen, sollten sich einer Demagogieschulung unterziehen.
Als Bürger dieses Landes haben wir Anspruch auf bessere Agitprop.

Herbert-Sax

11.02.2012, 12:19 Uhr

Auf solche Politiker die unsere Nachbarn massiv kritisieren weil sie jetzt im Winter einige fossile Kraftwerke anwerfen müssen, weil Deutschland nicht mehr liefern kann, aber in der Gesamtbilanz für ihre Stromversorgung nur vernachlässigbar CO2 ausstoßen, können wir leicht verzichten. Auch in Bezug auf seine Beurteilung dass wir keinen Strommangel hatten, ist Trittin als Soziologe wohl völlig inkompetent. Ohne Unterstützung seitens tschechischer AKWs, zweier Ölkraftwerke in Österreich und die Aktivierung unserer Kaltreservekraftwerke wäre in Süddeutschland jetzt bei dieser Kälte längst ein Blackout.

Werner

11.02.2012, 14:15 Uhr

So, zwei überaus gehaltvolle Kommentare haben wir ja schon (wobei ich mich frage, ob Carlos oder die freelobotomy die höhere Punktzahl verdient), jetzt brauchen wir eigentlich nur noch einen Dinosaurier, der uns etwas über "moderne Atomkraftwerke" erzählt. Nachdem Fukushima in die Luft geflogen ist ("Atomkraft ist sicher"), die angekündigten massenhaften Stromausfälle in Deutschland wegen der Energiewende leider ausgefallen sind ("Ohne Atomstrom gehen in Deutschland die Lichter aus") und die Strompreise an der EEX heute unter dem Niveau vor der Abschaltung der Schrottreaktoren im März liegen, ist diese Spezies ja etwas in die Defensive geraten.

Aber Glaubwürdigkeit war ja noch nie ihre Stärke.

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