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12.07.2013

13:09 Uhr

Energie-Politik

Firmen meiden Ökostrom-Abgabe erfolgreich

Möglichkeiten, die das Gesetz ihnen lässt, wollen sie nutzen: Immer häufiger versuchen Unternehmen, sich von der EEG-Umlage befreien zu lassen. Trotz vieler Ablehnungen haben auch etliche Erfolg.

Da treffen Fronten aufeinander: Viele verdammen sie als Preistreiber, doch ohne die Träger Erneuerbarer Energie kann die Energiewende nicht gelingen. Viele Firmen wollen das verbundene Ungemach allerdings nicht mittragen. dapd

Da treffen Fronten aufeinander: Viele verdammen sie als Preistreiber, doch ohne die Träger Erneuerbarer Energie kann die Energiewende nicht gelingen. Viele Firmen wollen das verbundene Ungemach allerdings nicht mittragen.

BerlinImmer mehr Firmen versuchen sich von der Abgabe für die Ökostrom-Förderung befreien zu lassen. 2.367 Unternehmen beantragten für 2014 eine Ausnahme von der Pflicht zur Förderung des Ökostroms, wie aus einer am Freitag veröffentlichten parlamentarischen Anfrage der Grünen hervorgeht. Im vergangenen Jahr waren es noch etwas über 2.000. Die Strommenge der Antragssteller betrug 119 Terawattstunden nach 107 für 2013.

Allerdings wurden für 2013 die Anträge von jedem fünften Unternehmen damals als unbegründet abgelehnt, so dass letztlich nur rund 94 Terawattstunden privilegiert wurden. Dies war immer noch eine deutliche Steigerung von etwa zehn Prozent gegenüber 2011, weil die Regierung die Schwellenwerte für die Befreiung großer Stromverbraucher gesenkt hatte.

Ziel der Bundesregierung ist es, mit der Befreiung Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, von den Kosten der Energiewende zu entlasten. Vor allem die Grünen kritisieren aber, dass mittlerweile weit mehr Unternehmen in den Genuss der Befreiung kommen. Auch das Umweltministerium hatte signalisiert, die Privilegien einschränken zu wollen. Dies würde vor allem den Privatverbrauchern zu Gute kommen. Je mehr Unternehmen von der Ökostrom-Förderung befreit werden, umso mehr werden im Gegenzug Privathaushalte belastet. Derzeit beträgt die Umlage 5,3 Cent. Für 2014 wird ein Anstieg auf über sechs Cent erwartet.

Von

rtr

Kommentare (2)

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vandale

12.07.2013, 13:47 Uhr

Am Ende landen alle Steuern und Abgaben bei der Gesellschaft.

Wenn beispielsweise die Deutsche Bahn EEG Umlage bezahlen muss, dann wird die Eisenbahnfahrkarte um die EEG Kosten zzgl. Gemeinkosten, Marge und MwSt. teurer.

Aendern würde sich lediglich, dass die Kosten dann intransparenter werden. Analog des Grünen Punktes mit dem der Oekokult der Mülltrennung bezahlt wird, bezahlt man dann auch die ökoreligiösen Monumente wie Windmühlen mit den Warenpreisen und Dienstleistungen.

Energieintensive Betriebe müssen ihre Produktion verlagern. F&E und nachgelagerte Branchen folgen.

Besser wäre es die Kosten auf die Oekogläubigen zu konzentrieren. Unternehmen die mit "Erneuerbaren Energien" werben, Mitmenschen die sich vor dämonischen Atomstrahlen, Waldsterben, oder CO2 Klimahöllen fürchten, sollten die Kosten ihres Glaubens tragen.

Vandale

Frage: Bezahlt Solarworld EEG Umlage?

Mazi

12.07.2013, 18:30 Uhr

Eigenartige, harte Formulierungen, abermals.E. korrekt.

Hätte Joschka Fischer seinerzeit seine Karriereaussichten bei der LINKEN starten können, wären alle GRÜNE dort zu finden. Es geht nicht um Ökologie, nicht um Bio, es geht um Lobbyismus, Korruption und es geht ausschließlich um Diäten und Pensionen. Sonst nichts.

Ungern erinnere ich mich an einen Spruch des forschungspolitischen Sprechers der GRÜNEN, Fell,: "1949 war es schlimmer! Damals ging alles innerhalb weniger Tage."

Diese Aussage erklärt die Handlungsweise der GRÜNEN treffend.

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