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23.10.2013

12:47 Uhr

Energie-Wende

Gewerkschaften drängen auf rasche Energie-Reform

Mehr Offshore-Windparks: Zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen verlangen die Industrieverbände und Gewerkschaften eine schnelle Reform des Energiemarktes und vor allem auch eine Strompreis-Dämpfung.

Die neue Koalition soll unter anderem für mehr Offshore-Windparks sorgen, fordern Gewerkschaften und Industrieverbände. dapd

Die neue Koalition soll unter anderem für mehr Offshore-Windparks sorgen, fordern Gewerkschaften und Industrieverbände.

BerlinIndustrieverbände und Gewerkschaften haben zum Auftakt der Koalitionsverhandlungen eine schnelle Reform des Energiemarkts und eine Strompreis-Dämpfung verlangt. „Im Hinblick auf die Umsetzung der Energiewende sind wir in großer Sorge“, schreiben der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) sowie die Gewerkschaften IG Metall und IG BCE in einer gemeinsamen Erklärung am Mittwoch. Die neue Koalition müsse zudem dafür sorgen, dass der Investitionsstau gelöst und Netze, Offshore-Windparks aber auch konventionelle Kraftwerkskapazitäten geschaffen würden. Dafür müsse auch die Zuständigkeit für Energie in der Bundesregierung künftig gebündelt werden.

„Unternehmen und Verbraucher brauchen für die Zukunft verlässliche und bezahlbare Strompreise“, heißt es weiter. Eine enger am Markt orientierte Förderung der erneuerbaren Energien sei daher ebenso erforderlich wie eine Entlastung der Unternehmen im internationalen Wettbewerb. "Um dieses Ziel zu erreichen, muss auch eine Reduzierung der Stromsteuer erfolgen."

Dieser Punkt sowie ein eigenes Energieministerium sind auch Kernforderungen der SPD in der Energiepolitik. Für die Sozialdemokraten führt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die Energie-Verhandlungen. Ihr gegenüber sitzt Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU). Am Mittwochmittag treffen sich SPD und Union zu einer ersten großen Runde, um weitere organisatorische und personelle Fragen für die Koalitionsgespräche zu klären.

Von

rtr

Kommentare (4)

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HofmannM

23.10.2013, 13:04 Uhr

Diese Traumtänzer von Arbeitgebervertetern und Gewerkschaften sollten sich lieber noch mal in die Grundschule begeben!
Von der Energieversorgung NULL AHNUNG und hecheln immer noch der Ideologie einer Erneuerbaren Energiewelt hinterher! Die Schaffung von gut bezahlten Arbeitsplätzen kann nur eine gesunde und starke Industrie leisten! Das ist mal FAKT!
Und eine gesunde und starke Industrie schafft man nur dann, wenn diese Industrie billigen und im Überfluss bereitgestellten Strom/Energie zur Verfügung hat!
Die Merkel-CDU-Energiewende ist das genaue Gegenteil von dieser im überfluss zu habenden billigen Energie/Strom!
Nur mit einer offenen und ehrlichen Wirtschafts-und Energiepolitik können gut bezahlte Arbeitsplätze der Industrie in Deutschland gehalten werden und damit auch das Volkseinkommen gesteigert werden. Wohlstand und Steuereinnahmen laufen dann wieder gleich mit einer ökonomisch stabilen Grundeinstellung!
Momentan lebt Deutschland immer mehr von seiner eigenen Substanz der guten Industriejahre aus den 70 und 80 Jahren! Diese Substanz wurde nicht weiter ausgebaut und wurde durch diese grünsozialistsiche Politikhaltung der MERKEL-CDU komplett an die Wand gefahren!

vandale

23.10.2013, 13:11 Uhr

Medien und Politiker haben den Menschen erzählt man könne einen Industriestaat mit Wind- und Solarstrom ohne nennenswerte Mehrkosten, ohne teuflische Atomstrahlen und ohne CO2 Weltuntergang versorgen. Diese ökoreligiöse Vision wird von sehr vielen Menschen in D inbrünstig geglaubt. Ganze Branchen leben davon. Keine Institution wagt zu widersprechen.

Aktuell betragen die Kosten der "Energiewende" ca. 30 Mrd. €/Jahr (EEG - Einspeisevergütungen, Netzausbau, 1% KfW Darlehen, EKF Fonds,KWK - Vergütungen, Offshorehaftungsumlage). Man wird nicht umhin kommen die Kapazitätsbereitstellung durch moderne Grosskraftwerke zu vergüten, gut 10 Mrd. €/Jahr. Ohne Aenderungen können die Kosten einer an ökoreligiösen Visionen orintierten Stromversorgung in wenigen Jahren 60 Mrd. € jährlich erreichen.

Bislang hatten Wirtschaftsvebände, Gewerkschaften und Politiker geschwiegen um nicht als Spassbremse, Klimaleugner, oder dergleichen ausgegrenzt zu werden. Mittlerweile ist die Situation soweit eskaliert, dass die Industrieverbände und Gewerkschaften vielerorts Existenzängste plagen und sie sich aus der Deckung trauen.

Allerdings wird nach wie vor sehr um den Brei herum geredet. Keine öffentliche Person traut sich bislang die "Energiewende" und "Erneuerbare Energien" als solche in Frage zu stellen.

Ich bin gespannt zu welchen Verrenkungen die Politiker und Verbandsfürsten fähig sind bis man zu der einfachen Erkenntnis gelangt, dass man einen Industriestaat nicht mit einer Stromversorgung entsprechend religiöser Visionen versorgen kann.

Vandale

Prophet

23.10.2013, 14:07 Uhr

Vielleicht müssen erst die Ersten in ihren Wohnungen erfrieren oder an mit Keimen belastetem, nicht abgekochten Wasser erkranken, damit auch die letzten Politiker kapieren, dass Strom ein essentielles Gut ist. Es handelt sich nicht im eine gewöhnliche Wahre, deren Preis man dem Markt oder kapitalistisch denkenden Machtmenschen überlassen kann.

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