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16.11.2011

23:04 Uhr

Energiebörse EEX

Rösler will fossile Kraftwerke an AKW-Standorten errichten

Philipp Rösler befürwortet den Bau neuer fossiler Kraftwerke an alten AKW-Standorten. Außerdem fordert der Wirtschaftsminister, dass die Stromnetze in Europa schleunig ausgebaut werden.

Bundeswirtschaftsminister Rösler auf der EEX in Leipzig. dpa

Bundeswirtschaftsminister Rösler auf der EEX in Leipzig.

LeipzigUm den Ausfall der mit Atomkraft produzierten Energie zu kompensieren, sind derzeit Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von zehn Gigawatt in Planung oder bereits im Bau. Bis 2022 seien weitere zehn Gigawatt nötig, sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler am Mittwoch in Leipzig. Neue fossile Kraftwerke könnten nach seiner Ansicht an den Standorten alter Atommeiler errichtet werden. „Dort sind die notwendigen Netzanschlüsse bereits vorhanden“, sagte der FDP-Vorsitzende bei einem Besuch der Energiebörse EEX in Leipzig. Ob Gas- oder Kohlekraftwerke gebaut werden sollen, müsse der Markt entscheiden.

Rösler setzt dabei auf den Rückhalt aus der Bevölkerung. Wer vor 20 Jahren gegen Atomkraft demonstriert habe, den sehe er bei der Entscheidung zu fossilen Kraftwerken für die Grundlast jetzt an seiner Seite, sagte er.

Rösler will auf europäischer Ebene darauf drängen, dass die Stromnetze beschleunigt ausgebaut werden können. Allein im deutschen Fernnetz seien 4.000 Kilometer neuer Leitungen nötig. Anders als beim Planungsbeschleunigungsgesetz, das in den neuen Ländern nach den Wende den schnellen Ausbau der Infrastruktur im Verkehrsbereich ermöglicht habe, könne es keinen nationalen Alleingang geben. Vielmehr sei eine europäische Lösung notwendig.

Rösler informierte sich bei seinem Besuch in Leipzig über die Funktionsweise der EEX. Deren Geschäftsführer Peter Reitz sicherte dem Minister Unterstützung beim Aufbau der geplanten Markttransparenzstelle zu. „Dabei ist es jedoch wichtig und notwendig, den europäischen Aufsichtsrahmen zu berücksichtigen, um ineffiziente Doppelstrukturen zu verhindern“, sagte Reitz.

Von

dapd

Kommentare (9)

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exFDPler

17.11.2011, 05:37 Uhr

Deutschlands Hobby, äh Lobbypolitiker Nummer eins und seine witzigen Ideen.
Ohne ausreichenden Sinn und Verstand.

Das Ende der FDP ist greifbar nah.

Weiter so Herr Rösler!

Loser-FDP

17.11.2011, 06:20 Uhr

Ja klar, der CO2 Ausstoß nimmt Jahr für Jahr zu und wir bauen weiterhin Kohle-Kraftwerke! Keiner will das CO2 in seinen Boden verpresst haben aber wir bauen weiterhin Kohlekraftwerke! Der weltweite Kohlepreis hat sich von 2010 auf 2011 von 60$ je Tonne auf fast 120$ je Tonne verteuert aber wir bauen weiterhin Kohle-Kraftwerke!

Die künstlich hochgehaltenen Strompreise an der Strombörse Eex sollen über eine "Markttransparenzstelle" verhindert werden. Dabei ist es jedoch wichtig, dass diese Stelle nicht so genau hinschaut! Wir kennen das bereits bei dem Kartellamt und den stetig steigenden Sprit-Preisen!

Und dieser Mann wird sein Leben lang mit unseren Steuergeldern gefüttert! Zuerst hat auf unsere Kosten bei der Bundeswehr Medizin studiert, ohne seine 17 Jahre Dienst abzuleisten. Dann ging es gleich in die Politik! Seit dieser Mann deutschen Boden betreten hat, lebt er von der Solidarität seiner Mitmenschen!

Aber sich gegen den Mindestlohn sperren!

proLINKS

17.11.2011, 06:35 Uhr

"Rösler informierte sich bei seinem Besuch in Leipzig über die Funktionsweise der EEX. Deren Geschäftsführer Peter Reitz sicherte dem Minister Unterstützung beim Aufbau der geplanten Markttransparenzstelle zu. „Dabei ist es jedoch wichtig und notwendig, den europäischen Aufsichtsrahmen zu berücksichtigen, um ineffiziente Doppelstrukturen zu verhindern“, sagte Reitz."

Es geht nicht um den Bau der Kraftwerke, sondern um die "Markttransparenzstelle", welche die Energiekonzerne nicht haben wollen.

Schwarz-Gelb hat bisher dafür gesorgt, dass deutsche Strompreise viel zu teuer sind !!!

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/leipziger-stromboerse-strompreisbildung-ohne-aufsicht-1582479.html

Still und heimlich bekommen die Energiekonzerne ihre Brennelementesteuer zurück und es wird nicht lange dauern, dann bekommen sie Milliarden EUR Schadenersatz für die stillgelegten AKWs!

Gut, dass es Griechenland gibt, denn während alle auf die "faulen" Griechen schimpfen und die D-Mark zurückfordern, werden sie im eigenen Land auf das Übelste über den Tisch gezogen!!!

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