Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.08.2013

13:25 Uhr

Energiekonferenz

Altmaier für Strompreisbremse nach der Wahl

Noch vor einer Reform der Ökostrom-Förderung, sei ein neuer Anlauf für eine Strompreisbremse direkt nach der Bundestagswahl erforderlich, so Altmeier. Altmeier war im Frühjahr am Widerstand der Länder gescheitert.

Bundesumweltminister Peter Altmaier will einen neuen Anlauf für eine Strompreisbremse. „Dafür würden für mich Maßnahmen zählen, die man relativ kurzfristig ergreift, damit die Menschen auch sehen, dass die Politik dem Kostenanstieg nicht hilflos ausgeliefert ist.“ dpa

Bundesumweltminister Peter Altmaier will einen neuen Anlauf für eine Strompreisbremse. „Dafür würden für mich Maßnahmen zählen, die man relativ kurzfristig ergreift, damit die Menschen auch sehen, dass die Politik dem Kostenanstieg nicht hilflos ausgeliefert ist.“

BerlinBundesumweltminister Peter Altmaier fordert einen neuen Anlauf für eine Strompreisbremse direkt nach der Bundestagswahl. Noch bevor eine grundlegende Reform der Ökostrom-Förderung angegangen werde, könnten Bund und Länder handeln, sagte der CDU-Politiker am Dienstag auf einer Energiekonferenz in Berlin. „Dafür würden für mich Maßnahmen zählen, die man relativ kurzfristig ergreift, damit die Menschen auch sehen, dass die Politik dem Kostenanstieg nicht hilflos ausgeliefert ist.“

Altmaier war im Frühjahr mit einem Vorschlag am Widerstand der überwiegend rot-grün regierten Länder gescheitert, mit dem er die Umlage für die Ökostrom-Subventionen auf den Rechnungen der Verbraucher einfrieren wollte. Derzeit sind es knapp 5,3 Cent pro Kilowattstunde. Für 2014 wird mit einem Cent mehr gerechnet.

Fragen und Antworten zur Förderung der erneuerbaren Energien

Was ist die EEG-Umlage?

Rund 45 Prozent des Strompreises machen bereits Steuern, Abgaben und Umlagen aus - im Fokus steht besonders die sogenannte EEG-Umlage. Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind für Wind- und Solarparks, Biogasanlagen und Wasserkraftwerke auf 20 Jahre garantierte feste Vergütungssätze festgelegt. Daher ist mit einem raschen Sinken der Förderkosten vorerst nicht zu rechnen.

Wie werden die Vergütungssätze berechnet?

Gezahlt wird die Differenz zwischen dem garantierten Vergütungssatz für den Hersteller und dem tatsächlich am Markt erzielten Preis. Die Verwalter des Umlage-Kontos, die Übertragungsnetzbetreiber, berechnen angesichts der Anlagenzahl und von Erfahrungswerten beim Wetter die möglichen Fördersummen und geben immer zum 15. Oktober eine Umlage für das kommende Jahr an. Verrechnen sie sich, wird das mit der nächsten Umlage korrigiert.

Was ist das Quotenmodell?

Beim Quotenmodell müssen Energieversorger einen bestimmten Anteil des Stroms aus erneuerbaren Quellen liefern - notfalls durch Zukauf von Ökostrom bei Betreibern von Wind- oder Solarparks. Wie sie das anstellen ist nebensächlich, Hauptsache sie erfüllen die Quote. Wenn sie die Quote nicht erfüllen, müssen sie Strafe zahlen. Bisher haben etwa Großbritannien und Schweden das Quotenmodell umgesetzt.

Altmaier wollte die Förderkosten durch eine Kürzung etwa von Subventionen für Windräder an Land senken. Zugleich sollten aber auch Befreiungen der Industrie von der Umlage eingeschränkt werden, womit Haushalte entlastet würden. Allerdings wird die Umlage für 2014 vor allem deshalb steigen, da die Börsenstrompreise seit Monaten stark sinken. Mit der Umlage wird die Differenz zwischen diesen Preisen und den auf 20 Jahre festgelegten, garantierten Abnahmevergütungen für Ökostrom bezahlt. Sinkt der Börsenstrompreis, steigt also die Umlage automatisch.

Einig sind sich alle Parteien, dass es nach der Bundestagswahl eine große Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) kommen muss. Eine Umsetzung wird aber nicht vor 2015 erwartet.

Von

rtr

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

HofmannM

27.08.2013, 13:53 Uhr

Die Merkel-CDU war doch gerade die Partei, die uns deutschen Bürgern diese kostentreibende Energiewende, ohne Not, per Ethikratbeschluss aufdiktiert hat. Auch diesen asozialen und pefiden EEG-Zwangsgesetz hat die Union und alle anderen etablierten Bundestagsparteien mit HURRA druchgewunken! Warum sollte ich solche Volks-Verräter-Partein dann noch wählen!?
Da wähle ich lieber die Volksnahe, offene und ehrliche Bürgerpartei der Vernunft und des Vestand...ICH WÄHLE DIE AfD (Alternative für Deutschland)! Damit die Alternativlosigkeit in Deutschland endlich ein Ende findet und der Bürger wieder FREI AUFATMEN kann!

RBern

27.08.2013, 14:35 Uhr

Strompreisbremse - lachhaft.

EEG rückabwickeln ist die richtige Antwort.

Bremsen bedeutet nur, dass man später ankommt.


Truchel

27.08.2013, 15:42 Uhr

Leere Versprechungen, Herr Altmaier. Noch gar nichts haben Sie geleistet. Alle Blockparteien sind unfähig, bezahlbaren Strom zu garantieren. Darum weg mit diese korrupten Parteien, denen man nichts mehr glauben kann. Meine Familie wählt die AfD. Die Lügen und Rechtsbrüche der Altparteien wwollen wir nicht mehr. Jetzt noch Krieg mit Syrien und weitere Geldgeschenke an die Pleiteländer und EU, und wir sind selbst pleite. Nein, und nochmals nein!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×