Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.10.2011

13:39 Uhr

Energiepolitik

Stadtwerke fordern Energieministerium

Die Stadtwerke in Deutschland haben sich für die Gründung eines Energieministeriums ausgesprochen. Man brauche klare Zuständigkeiten für die rasche Umsetzung der geplanten Energiewende.

Die deutschen Stadtwerke fordern einheitliche Energiepolitik mit einem klar zuständigen Ministerium. dpa

Die deutschen Stadtwerke fordern einheitliche Energiepolitik mit einem klar zuständigen Ministerium.

DüsseldorfDie Stadtwerke in Deutschland fordern eine Energiepolitik aus einem Guss. Der Verband der kommunalen Unternehmen (VKU) sprach sich am Mittwoch für die Gründung eines Energieministeriums aus. „Angesichts des ambitionierten, aber machbaren Zeitplanes der Bundesregierung brauchen wir die klare Zuständigkeit einer Stelle in der Bundesregierung für die Umsetzung der Energiewende“, sagte VKU-Präsident Stephan Weil am Mittwoch auf einer Verbandstagung in Bonn.

Die Energiewende lasse sich nur meistern, wenn alle an einem Strang zögen und die Politik mit einer Stimme spreche. Die Stadtwerke benötigten verlässliche Rahmenbedingungen für den Bau neuer Kraftwerke und die Modernisierung der Verteilnetze.

Die Bundesregierung will bis Ende 2022 alle deutschen AKW stilllegen und den Bau neuer Kraftwerke vorantreiben. Die Erzeugung von Ökostrom soll forciert werden, der Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids deutlich reduziert und die Stromnetze ausgebaut und modernisiert werden. Die Energiepolitik wird von diversen Ministerien vorangetrieben. In der Vergangenheit hatte es auch Reibereien gegeben, vor allem zwischen dem Wirtschafts- und dem Umweltministerium.

Aus Kreisen der großen Versorger E.ON, RWE , EnBW und Vattenfall hatte es in den vergangenen Jahren immer mal wieder die Forderung nach einem Energieministerium gegeben. Diese stieß bei der schwarz-gelben Koalition aber ebenso auf taube Ohren wie bereits bei den Vorgängerregierungen.

Die Stadtwerke in Deutschland spielen bei der Energiewende eine wichtige Rolle. Der VKU vertritt rund 1400 kommunale Unternehmen aus dem Bereichen Energie, Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Die Unternehmen mit 236.000 Beschäftigten erzielen einen Umsatz von rund 90 Milliarden Euro.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×