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09.03.2011

10:49 Uhr

Energiepolitik

Weizsäcker greift Röttgens Biosprit-Strategie frontal an

VonErnst Ulrich von Weizsäcker

Der renommierte Wissenschaftler und Autor Ernst-Ulrich von Weizsäcker geht mit der Bundesregierung hart ins Gericht. Er wirft ihr "dicke Fehler" vor und fordert statt Biosprit höhere Energiepreise.

Wissenschaftler und Umwelt-Mahner: Ernst-Ulrich von Weizsäcker. Quelle: dpa

Wissenschaftler und Umwelt-Mahner: Ernst-Ulrich von Weizsäcker.

"Nein tanke. Der Irrsinn mit dem Biosprit" tönt es bei "Bild". Die Nebenbotschaft: Autofahrer, Verbraucher, lasst euch die Diktatur der "Ökos" nicht länger gefallen. Populismus pur. Das "Handelsblatt" sieht einen "Aufstand der Verbraucher. Biosprit, Dosenpfand, Glühbirne: … Verordneter Umweltaktivismus hat keine Chance mehr."

Der Umweltschutz darf nicht zum Buhmann gemacht werden. Den Ärger von Autofahrern über E10 verstehe ich gut. Da sind ja auch dicke Fehler gemacht worden. Die hat der Benzingipfel gestern nicht ausgeräumt. Doch den Ökos die Schuld zu geben ist ungerecht und hochgefährlich.

Warum ungerecht? Nun, die Ökos wollen E10 überhaupt nicht. Gegen die zehn Prozent Beimischung haben Umweltschützer von vornherein protestiert. Die Konkurrenz zu essbaren Feldfrüchten, Unklarheiten über die Netto-Klimawirkung und die ökologische Verödung durch Spritplantagen waren zentrale Gegengründe. Das haben auch Beratungsgremien der Bundesregierung schon früh gesagt.

Ernst Ulrich von Weizsäcker: Die Umweltbelastung um den Faktor fünf reduzieren

Ernst Ulrich von Weizsäcker

Die Umweltbelastung um den Faktor fünf reduzieren

Unsere Zivilisation nutzt endliche Ressourcen in einem geschlossenen Ökosystem so, als seien sie unendlich vorhanden, ist heute aktueller denn je. Ernst Ulrich von Weizsäcker bietet in seinem Buch "Faktor Fünf" Auswege.

Doch Brüssel und Berlin haben Fakten geschaffen, ohne die Proteste und Warnungen zu beherzigen, weil in Brüssel viel eher die Agrarpolitiker das Sagen haben als die Umweltschützer. Für Landwirte war Biosprit die große Verheißung. Und bei den Brüsseler Haushältern keimte die Hoffnung, die Agrarsubventionen ohne Schaden für die Landwirte senken zu können.

Umweltschützer sprechen nicht mehr von Bio-, sondern von Agrarsprit. Sie sind sauer über die sich krebsartig ausdehnenden Mais- und Rapsplantagen in Deutschlands einst so abwechslungsreichen Fluren. Plantagenwirtschaft ist nicht Schutz, sondern Kampf gegen die Umwelt. Die Umweltschützerbeschimpfung ist nicht nur ungerecht, sondern auch hochgefährlich. Beim Klimaschutz drängt die Zeit. Vielerorts spielt schon das Wetter verrückt. Die Artenvielfalt schrumpft. Jede Stunde rotten wir Menschen ein oder zwei Tier- oder Pflanzenarten aus. Plantagen gehören zu den größten Feinden der Natur! Öl wird knapp und Wasser, Phosphat und manche Metalle. In dieser Lage den Zorn der Autofahrer und auch der Bierdosen- und Glühbirnen-Liebhaber gegen die "Umweltbürokratie" zu mobilisieren ist ganz daneben.

Kommentare (14)

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Patty

09.03.2011, 12:26 Uhr

Soso....höhere Energiepreise sind gefordert....
Weizsäcker z.B. hat wohl genug Geld, ihm macht das wohl nichts aus
Und wen interessiert schon der kleine Dummbürger ?
Den Politikern und solche die es sein wollen geht das am Ars.... vorbei !
Und das tumbe Volk lässt sich wieder ablenken !
Leute ! Tretet einen Schritt zurück und schaut euch das gesammte Bild an !!!
Wir werden an allen Ecken und Kanten belogen und betrogen !!!!
Und weil die Menschen alle schlafen ist das möglich !!!!!!!!!

Krise

09.03.2011, 12:28 Uhr

Was hat dieser E10 Quatsch eigentlich mit Ökologie zu tun -
Antwort: Nichts!!!

Die Ökologische Rechnung wär doch einfach:
Ein Auto verbaucht auf 100 km 10 Liter Super - Kosten heute 1,50 €/L sind 15 auf 100km €
Wenn das gleiche Auto nun nur noch 5 Liter auf 100 km vebrauchen würde wären das 7,50 € kosten - soweit noch klar!

Also könnte ohne das die Kosten für den Verbraucher steigen ein Liter 3 € kosten! Beim Verbrauch von 5 Litern wären das immer noch 15 € kosten, aber die Umwelt wär nur mit der Hälfte an Schmutz belastet - weil es davon auszugehen, dass wenn man nur die Hälfte an Sprit verbrennt auch nur die Hälfte an Dreck hinten rauskommt!...

Na das hört sich doch total verrückt an - oder...und was machen unsere politiker.. es wird ein neuer Kraftstoff eingeführt, der kostet pro liter 1,45 €, aber das auto verbraucht auf 100km auf einmal zwei Liter mehr..also 1,45 € x 12 macht auf 100 km = 17,40 €...hääää vorher waren es doch nur 15 € Kosten jetzt werden 12 Liter verbrannt... dann ensteht doch auch merh Dreck.. hääää???????

Wem das jetzt noch nicht komisch vorkommt - der kommt wahrscheinlich als neuer Facharbeiter aus Tunesien - Lesen schreiben und rechnen können die nämlich auch nicht!!!

und wer es immer noch nicht glaubt, dass unser Politiker nicht alle Latten am Zaun haben, dem ist nicht mehr zu helfen.....

Krise

09.03.2011, 12:28 Uhr

Was hat dieser E10 Quatsch eigentlich mit Ökologie zu tun -
Antwort: Nichts!!!

Die Ökologische Rechnung wär doch einfach:
Ein Auto verbaucht auf 100 km 10 Liter Super - Kosten heute 1,50 €/L sind 15 auf 100km €
Wenn das gleiche Auto nun nur noch 5 Liter auf 100 km vebrauchen würde wären das 7,50 € kosten - soweit noch klar!

Also könnte ohne das die Kosten für den Verbraucher steigen ein Liter 3 € kosten! Beim Verbrauch von 5 Litern wären das immer noch 15 € kosten, aber die Umwelt wär nur mit der Hälfte an Schmutz belastet - weil es davon auszugehen, dass wenn man nur die Hälfte an Sprit verbrennt auch nur die Hälfte an Dreck hinten rauskommt!...

Na das hört sich doch total verrückt an - oder...und was machen unsere politiker.. es wird ein neuer Kraftstoff eingeführt, der kostet pro liter 1,45 €, aber das auto verbraucht auf 100km auf einmal zwei Liter mehr..also 1,45 € x 12 macht auf 100 km = 17,40 €...hääää vorher waren es doch nur 15 € Kosten jetzt werden 12 Liter verbrannt... dann ensteht doch auch merh Dreck.. hääää???????

Wem das jetzt noch nicht komisch vorkommt - der kommt wahrscheinlich als neuer Facharbeiter aus Tunesien - Lesen schreiben und rechnen können die nämlich auch nicht!!!

und wer es immer noch nicht glaubt, dass unser Politiker nicht alle Latten am Zaun haben, dem ist nicht mehr zu helfen.....

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