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14.08.2014

13:34 Uhr

Energieverband kritisiert Politik

Voraussetzungen für Klimawandel nicht gegeben

In Sachen Energiewende muss sich noch „viel mehr verändern“, fordert der Präsident des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Die Politik lasse es an Grundvoraussetzungen fehlen.

Dampfende Kühltürme eines Braunkohlekraftwerks in Brandenburg: Konventionelle Kraftwerke werden laut Energieverband-Präsident Kempmann weiter „dringend“ gebraucht. dpa

Dampfende Kühltürme eines Braunkohlekraftwerks in Brandenburg: Konventionelle Kraftwerke werden laut Energieverband-Präsident Kempmann weiter „dringend“ gebraucht.

BerlinPolitiker in Deutschland haben nach Auffassung des Präsidenten des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in weiten Teilen die Herausforderungen der Energiewende noch nicht begriffen. Es müsse sich „viel mehr verändern“, als nur immerzu neue Anlagen für erneuerbare Stromerzeugung dazuzubauen, sagte BDEW-Präsident, Johannes Kempmann, am Mittwoch im Deutschlandradio. Der Verband vertritt gut 1800 Energie- und Wasserunternehmen.

Es mangele etwa an den Voraussetzungen für den dringend benötigten Ausbau der Stromnetze, um den Öko-Strom auch transportieren zu können, sagte Kempmann. Allein in die Trassen müssten in den kommenden zehn Jahren rund 25 Milliarden Euro investiert werden. „Dafür fehlen aber die politischen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen, um diese Investitionen wirklich durchführen zu können“, fügte er an. Zu kritisieren sei außerdem eine mangelnde politische Verlässlichkeit, an einer einmal getroffenen Einigung auf große Stromtrassen auch festzuhalten.

Neben einem geregelten Netzausbau fehlt nach Kempmanns Auffassung auch eine Planung, wann und wo neue konventionelle Kraftwerke gebaut werden sollen. Dabei würden diese weiter „dringend“ gebraucht, um künftig auch Störungen in den Netzausbau ausgleichen zu können. Zugleich verdienten solche Kraftwerke immer weniger Geld und immer mehr würden stillgelegt. „Da mache ich mir schon große Sorgen über die Frage der Versorgungssicherheit in der Zukunft“, sagte Kempmann dem Sender.

Von

afp

Kommentare (5)

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Herr Torsten Steinberg

14.08.2014, 14:06 Uhr

Was für eine Überschrift ist denn das? Da wird Herr Kempmann ja als Leugner des Klimawandels dargestellt, was er doch gar nicht sein will.

Die Voraussetzungen für den Klimawandel in Form statig steigender, weltweiter Emmissionen sind durchaus gegeben. Herr Kempmann kritisiert aber, dass die Politik nicht ausreichende Voraussetzungen dafür schafft (konkret Netzausbau), dass dem Klimawandel durch eine Energiewende adäquat begegnet werden kann. Man kann wohl nicht anders, als Herrn Kempmann darin zuzustimmen, dass auch Jahre nachdem Herr Röttgen sich als Umweltminister den Kopf darüber zerbrochen hat, wie man der unaufhaltsam steigenden Energieumlage wirksam begegnen kann, ohne dadurch das ambitionierte Projekt der Energiewende zu gefährden, für letztere ein tragfähiges Konzept noch immer nicht in Sicht, geschweige denn vorhanden ist.

Account gelöscht!

14.08.2014, 14:43 Uhr

Die Energiewende ist und bleibt ein Polititscher Verrat am deutschen Volk. Energiewende/EEG = Mangel und Armut.
Hr. Kempmann steht ja indirekt ein, dass diese Energiewende gescheitert ist, in dem er die Kraftwerks Neubauten in Zukunft für überlebenswichtig hält. Nur das EEG steht der Energiewirtschaft und damit dem Zugang zur Marktwirtschaft/Wettbewerb/Rentabilität im Weg.
Das EEG ist perfide und asozial und bringt nur Knechtschaft und Ideologie einer Ökosozialitschen Gutmenschen Denke über unser Volk.

Herr Erich Görgens

14.08.2014, 19:03 Uhr

Ja Herr Kempmann, auch wenn es nichts bringt, einfach mal wieder melden. Der Energieverband hat doch immer großen Einfluss auf die Politik ausgeübt, warum soll das jetzt nicht mehr so sein...? Oder wollten Sie nur mal hören ob das Echo schon gänzlich ausbleibt und eine neue Strategie in Position gebracht werden kann...? Jetzt mit der EU als Sparringpartner muss es doch wieder Spaß machen oder...? Sie sorgen sich um die Versorgungssicherheit...? Hand aufs Herz, fühlen Sie sich wohl bei diesem Spagat...?
Große Deutsche Kraftwerksbetreiber "Hoch zu Ross" hatten schon vor Jahren die Möglichkeit, technologisch führend zu sein, Ihren Kunden und ihrer Belegschaft die erwünschte Versorgungssicherhiet zu bieten und so Ihre Vorgaben (nach außen) auch wirklich zu realisieren. Aber nein, die großköpfigen Besserwisser fahren lieber an die Wand. Das habe ich schon mal hat mir schon mal mit der KWU vor fast 40 Jahren erlebt. Heute ist auch das Königreich schon lange untergegangen.

Übrigens, mit der richtigen Technologie ausgerüstet brauchen wir neue Stromtrassen genauso wenig, wie unsinnige Spar- oder Dämm-Maßnahmen.

Wie ernst ist denn Ihr Wunsch einem Neuanfang...? Oder glauben Sie immer noch Sie könnten auf alten Pfaden weiter erfolgreich sein...? Auf Ihr Feedback werde ich reagieren.

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