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19.04.2011

10:45 Uhr

Energiewende

DIHK warnt vor steigenden Strompreisen

Mahnung aus der Wirtschaft: Die DIHK kritisiert derzeit lautstark, dass die im Zuge der Energiewende steigende Strompreise die deutschen Unternehmen benachteiligen könnten - vor allem im internationalen Vergleich.

Strommasten stehen vor dem Kernkraftwerk Unterweser. Quelle: dapd

Strommasten stehen vor dem Kernkraftwerk Unterweser.

BerlinAls eine Folge der geplanten Energiewende fürchtet die deutsche Industrie massive Preiserhöhungen: Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, sagte der "Berliner Zeitung" am Dienstag: "Preissteigerungen, wie sie sich jetzt bereits teilweise abzeichnen, dürfen die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen nicht gefährden." Unter den gestiegenen Preisen würden energieintensive Unternehmen wie Metallerzeuger, die Chemie- und die Papierindustrie bereits jetzt spürbar leiden.

Für diese Branchen sei der Export als Standbein besonders wichtig. "Diese Stärke im internationalen Wettbewerb gerät in Gefahr, wenn deutsche Anbieter einseitig benachteiligt werden", sagte Driftmann. Wegen der grundlegenden Bedeutung der Energieversorgung müsse jetzt die Frage beantwortet werden, "wie wir Deutschland auch künftig sicher und bezahlbar mit Strom versorgen".

Die Deutsche Energieagentur (Dena) hatte am Montag erklärt, sie rechne bei einem Atomausstieg im Zeitraum bis 2020/2025 mit einer Erhöhung der Strompreise um vier bis fünf Cent je Kilowattstunde. Das wäre notwendig für den Ausbau der erneuerbaren Energien, der Stromnetze und moderner Kraftwerke auf der Basis fossiler Brennstoffe.

Von

dpa

Kommentare (8)

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marco

19.04.2011, 11:22 Uhr

Gibt es denn keine kritischen Medien mehr? Sind denn in diesem Land alle gekauft?

Die DENA ist eine GmbH, welche ihre laufenden Ausgaben zu über 50% überwiegend durch E.on, EnBW, RWE und Vattenfall bezahlt bekommt. Laut DENA könnten wir diesen Artikel gar nicht im Internet lesen, da wir ohne neue Kohlekraftwerke und durch die Abschaltung der AKWs eine eine Stromlücke hätten.

Fakt ist, wir legen Windräder stellenweise lahm und verzichten auf Windenergie, damit AKWs und Kohlekraftwerke ihren Strom noch halbwegs gewinnbringend veräußern können! Zu diesem Gewinn kommt dann noch die Umlage für die nicht bezogene Windenergie.

Account gelöscht!

19.04.2011, 11:44 Uhr

Man muss ja nur selber ein bisschen nachdenken um zu den Schluss zu kommen das es ohne Verteuerung kaum geht ! Die Nachfrage steigt kontinuierlich das Angebot aber wird verringert , der Strompreis muss also steigen !
Und das macht er kräftig in absehbarer zeit . Jedes Unternehmen welches große mengen Energie verbraucht ist spätestens seit der Abschaltung der Deutschen KKW s auf Standortsuche !
Ein großer Deutscher Kugellager Hersteller hat bereits reagiert und in Rumänien das Größte Werk des Unternehmens aus dem Boden gestampft !
Nicht zusätzlich versteht sich , aber das werden wir einige zeit später diskutieren !
Deutschland schafft sich selber ab .

Account gelöscht!

19.04.2011, 11:51 Uhr


Hannover. Die Stromkosten für deutsche Verbraucher steigen und steigen: Ein dreiköpfiger Musterhaushalt muss 2011 mit einer durchschnittlichen Strom-Monatsrechnung von 72,77 Euro rechnen. Das sind 3,67 Euro oder rund 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mitteilte. ?Der Preistreiber ist die Politik?, sagte Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller auf der Hannover Messe. 46 Prozent des Preises sind nach ihren Angaben Steuern und Abgaben. Seit 2000, als der Strompreis nach der Marktliberalisierung einen Tiefpunkt erreicht hatte, ist der Endverbraucherpreis damit um 79 Prozent gestiegen. Damals zahlte ein Dreipersonenhaushalt 40,66 Euro im Monat. Seit 2000 ist der Strom jedes Jahr teurer geworden.
http://www.pnp.de/nachrichten/heute_in_ihrer_tageszeitung/wirtschaft/90390_Der-Strompreis-steigt-und-steigt-.-.-..html

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