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07.12.2013

12:57 Uhr

Energiewende

Hunderte Unternehmen von EEG-Umlage befreit

Bei der Energiewende klemmt es weiter. Statt weniger sind mehr Unternehmen von der Ökosteuer-Umlage befreit, und der Stromnetzausbau kommt nicht voran. Ein Grund dafür sind Bürgerproteste – aber längst nicht der einzige.

Zu wenig Trassen: Von den Projekten des aktuellen Ausbauprogramms sei im ganzen Jahr 2013 kein einziger neuer Leitungskilometer tatsächlich gebaut worden. dpa

Zu wenig Trassen: Von den Projekten des aktuellen Ausbauprogramms sei im ganzen Jahr 2013 kein einziger neuer Leitungskilometer tatsächlich gebaut worden.

Bonn/ Berlin/ OsnabrückDer für die Energiewende unerlässliche Stromnetzausbau stockt massiv. Von den Projekten des aktuellen Ausbauprogramms EnLAG sei im ganzen Jahr 2013 kein einziger neuer Leitungskilometer tatsächlich gebaut worden, sagte der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, der dpa.

Grund seien Einsprüche von Bürgern, Planungsänderungen und Verzögerungen bei der Zusammenarbeit verschiedener Behörden. Damit seien weiterhin nur 268 Kilometer des auf 1855 Kilometer dringenden Bedarf veranschlagten Programms umgesetzt. Das Programm läuft seit 2009.

„Ursprüngliches Ziel war es, einen Großteil der EnLAG-Vorhaben bis zum Jahr 2015 zu verwirklichen. Bei realistischen Schätzungen ist jedoch davon auszugehen, dass bis 2016 nur etwa 50 Prozent erreicht werden“, heißt es im Monitoringbericht 2013 der Netzregulierungsbehörde.

2014 stünden allerdings mehrere EnLAG-Projekte vor der Planfeststellung und es sei in den Ländern deutlich mehr Zug für den Netzausbau zu spüren, sagte Homann. Die Belastung der voraussichtlich mehr als einjährigen Verzögerung sei „insgesamt überschaubar“, da ja nicht alle neuen Leitungen gleich wichtig seien.

Der Netzausbau wird vor allem für die Stromversorgung Süddeutschlands wichtig, wenn Ende 2015 das Kernkraftwerk im fränkischen Grafenrheinfeld abgeschaltet wird. Dann soll über die sogenannte Thüringer Strombrücke - eine insgesamt 210 Kilometer lange Stromautobahn zwischen Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt) und Redwitz (Bayern) - Strom von Norden nach Süden transportiert werden. Gegen das EnLAG-Projekt gab es wütende Bürgerproteste und Klagen bis zum Bundesverwaltungsgericht.

Kommentare (2)

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09.12.2013, 11:18 Uhr

Dieser Stromnetzausbau für die alternaiven Energien ist ein Unfug ersten Ranges und neben dem Ausbau und der exorbitanten Förderung der „Erneuerbaren“ durch das EEG ein weiteres Milliardengrab im Namen dieser Religion.
Es besteht kein vernünftiger Grund zum bestehenden und noch funktionierenden Netz ein Parallelnetz aufzubauen, das dann bestenfalls zu 25% ausgelastet sein wird. Die Windparkbetreiber sollen sehen, wie sie den von ihnen „geernteten“ Strom in den Markt bringen. Es reicht, daß sie die staatlich verordneten Gewinne in ihren Windparks abschöpfen. Besser wäre es, sie zu den von ihnen verursachten Kosten heranzuziehen, denn für die Versorgung des Industriestandortes D ist der Wind untauglich. Deshalb hat der Gesetzgeber den Konzernen verordnet ihre konventionellen Kraftwerke in Bereitschaft zu halten, denn jede mit Wind und Sonne produzierte kWh benötigt 0,8 kWh Backupleistung eines konventionellen Kraftwerks. Diesen unwirtschaftlichen Betriebszustand bezahlen die Stromkunden über den Strompreis, der dadurch in Zukunft noch höher wird.

Erhellend zum Thema „Erneuerbare Energien“ ist ein Brief, den Prof. Dr. Ing. Helmut Alt, Lehrer an der RWTH Aachen zu diesem Thema dem Umweltminister Altmeier geschrieben hat. Er ist, im Gegensatz zum Minister (Jurist), den vielen Weltrettern und EEG-Profiteuren, Fachmann auf diesem Gebiet. Man lese hier http://rlrational.files.wordpress.com/2012/11/prof-alt-zur-energiewende-1.pdf

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09.12.2013, 11:19 Uhr

Die Befürworter der sog. „erneuerbaren Energien“ sollten zur Kenntnis nehmen, daß sich die physikalischen Gegebenheiten unseres Universums nicht per Gesetz in D außer Kraft setzen lassen. Die Folgen dies durch die in D agierenden Weltretter und EEG-Profiteure ignoriert zu haben, werden die nachkommenden Generationen zu bezahlen haben, nicht nur mit Geld, sondern auch durch mindere Lebensqualität und fehlende technische Entwicklung. Ich hoffe, daß die Befürworter so jung sind, daß sie den ersten Teil dieser von ihnen verursachten Katastrophe noch miterleben und genießen dürfen. Ideologen haben in der Vergangenheit noch nie etwas positives für die Menschheit bewirkt, die Folgen deren Handelns haben immer die nachfolgenden Generationen ausbaden müssen.
Sollten jemand seinen Wissensdurst stillen wollen, hier: http://www.alt.fh-aachen.de/index.php?s=downloads&folder=/Bonding_RWTH_Aachen rufen sie sich Bonding 1 – 4 auf, dann sind sie beim Thema, viel Spaß beim Erkenntnisgewinn.
Übrigens, selbst wenn alle von der Umlage befreiten Betriebe diese zahlen müßten, ändert sich für den Inlandkunden nichts, er muß die Umlage so oder so über den Verkaufspreis zahlen. Das Gejammer erfüllt eher den Ruf: Haltet den Dieb und lenkt von den exorbitanten Subventionen für Zufallsstrom ab.

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