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27.12.2012

09:06 Uhr

Energiewende

Netzausbau beginnt frühestens 2014

Windparkbetreiber, deren Anlagen ihre Energie nicht einspeisen können, sehnen den Netzausbau herbei. Der Chef der Bundesnetzagentur versetzt allen Optimisten nun einen Dämpfer: Vor 2014 werde das Vorhaben nicht beginnen.

Ein Windpark bei Husum in Schleswig-Holstein. dpa

Ein Windpark bei Husum in Schleswig-Holstein.

KölnDer Ausbau der neuen Energietrassen von Nord- nach Süddeutschland wird nicht vor 2014/2015 beginnen. Zunächst müsste das Parlament das Ausbaugesetz beschließen, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, am Donnerstag im Deutschlandfunk. Dann folgten die Bauanträge der Betreiber sowie die Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren. Vor 2014/2015 werde der Netzausbau nicht beginnen.

Der Verlauf der Trassen ist noch offen. Festgelegt wird er von der Bundesnetzagentur. Homann sagte hierfür eine enge Beteiligung von Bund und Ländern zu.

Wie Netzagentur und Betreiber den Netzausbau stemmen

Ausbau ist zentrales Thema

Der Ausbau der Stromnetze ist ein zentrales Thema der Energiewende. In Zukunft muss verstärkt Strom transportiert werden, etwa von den Windkraftanlagen an der Nordsee zu den Verbrauchern in Süddeutschland. Die Planung des Stromnetzes der Zukunft ist ein komplizierter Prozess, an dem die Bundesnetzagentur und die vier großen Übertragungsnetzbetreiber beteiligt sind.

Am Dienstag informierte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über den Stand des Ausbaus der Stromnetze.

Netzplanung

Die Planungen zum Netzausbau konzentrieren sich derzeit auf bestehende und künftig notwendige Stromautobahnen, die nötig sind, um Energie durchs Land zu transportieren. Dabei handelt es sich um das sogenannte Höchstspannungsnetz. Die vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Tennet, Amprion und TransnetBW haben den Bedarf an Leitungen für die nächsten zehn Jahre ermittelt.

Sie überreichten der Kanzlerin nun den Entwurf eines "nationalen Netzentwicklungsplans", mit dem das Netz für die Zukunft gerüstet werden soll. Der Plan soll am Mittwoch vorgestellt und danach öffentlich diskutiert werden.

Transporttrassen

Ist die grobe Planung des künftigen Netzes fertig, schlagen die Netzbetreiber dann im Detail vor, wo und wie das Netz verstärkt oder ausgebaut werden soll. Die Firmen müssen Korridore festlegen, in denen sie Stromtrassen verlegen wollen, und Alternativen vorstellen. Auch die erwartbaren Folgen für Mensch und Umwelt müssen aufgezeigt werden.

Die Netzbetreiber verfeinern dann immer weiter ihre Pläne - etwa bis auf die Ebene der Standorte einzelner Strommasten -, stellen diese öffentlich zur Diskussion und müssen sie zudem von der Bundesnetzagentur genehmigen lassen.

Stromleitungen

Bislang bestehen die Höchstspannungsnetze nach Angaben der Bundesnetzagentur ausschließlich aus Überlandleitungen. Diese sind vergleichsweise kostengünstig und einfach zu warten. Nachteil ist allerdings, dass sie das Landschaftsbild durch ihre Größe beeinträchtigen und Tiere verschrecken können.

Zudem sind sie witterungsanfällig. Derzeit wird auch die Verlegung unterirdischer Erdkabel erprobt. Diese sind zwar wetterunempfindlich und stören nicht in der Landschaft. Dafür ist das Verlegen aufwändig, Reparaturen kompliziert sowie die Kosten deutlich höher.

Wo immer es geht, gebe es zudem die Vorgabe, entlang von Eisenbahnlinien, Autobahnen und Wasserstraßen zu bauen. Von den Betreibern seien für 2.800 Leitungen rund 20 Milliarden Euro an Investitionen genannt worden. Die Investitionssumme werde aber darunter liegen, sagte Homann.

Billig werde die Energiewende nicht, sagte er weiter. Er gehe aber davon aus, dass die Kosten später auch wieder gesenkt werden können, weil bei Sonne und Wind keine Betriebskosten anfallen. Der Ausbau der Netze sei daher eine „kluge Investition“.

Von

dapd

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

27.12.2012, 09:28 Uhr

In der Preußischen Allgemeine Zeitung vom 22. Oktober 2011 hat der Leser Dr. Gustav Krüger aus Herrenberg diese Rechnung aufgemacht: „Bei Windrädern rechnet man mit Kosten von einem Euro pro Watt Nennleistung. Also kostet der Ersatz der Leistung der Kernkraftwerke von 17000 Megawatt 17000 Millionen Euro. Die erbrachte Leistung der Windkraft beträgt nur ein Fünftel der Nennleistung, also braucht man 85000 Windräder zu einem Preis von 85000 Millionen, also 85 Milliarden Euro. Dazu die nötigen Leitungen. Ein Kilometer Hochspannungsleitung kostet im Durchschnitt eine Million. Jeder mag sich ausdenken, wie viel Kilometer Leitungen wohl benötigt werden.

Aber das ist erst der Anfang. Für die Zeit der Windstille braucht man Energiespeicher. Die Leistung muss genau der der stillgelegten Kraftwerke entsprechen. Das ist beispielsweise die Leistung von 450 Walchensee-Wasserkraftwerken. Die Pumpspeicherwerke müssen in der vorgesehenen Zeit gebaut werden. Man weiß aber nicht einmal, wo das sein soll. Von einem Pumpspeicherwerk erhält man nur ein Viertel des zur Energiespeicherung gebrauchten Stroms wieder zurück. Die sogenannten Wirkungsgradverluste müssen ebenfalls durch Windräder aufgebracht werden. Also schätzungsweise nochmals 50000 Windräder. ….

Dazu kommt eine ungeheure Kapitalvernichtung durch das Abschalten voll funktionsfähiger Kraftwerke. Auch abgeschriebene Kraftwerke sind nicht wertlos. Noch viel teurer wird alles, wenn man Solarstrom nutzen würde. Da helfen auch Sonnendächer nicht. Und das CO2? Das Märchen vom klimaschädlichen Kohlendioxyd sollte nicht mehr erzählt werden. CO2 ist ein lebenserhaltendes Nutzgas und je mehr Menschen es gibt, umso mehr CO2 wird zur Ernährung gebraucht. Ergebnis: Die Energiewende ist nicht machbar und die Rechnung nicht bezahlbar. Bitte nachrechnen!

freiewelt.net

vandale

27.12.2012, 10:55 Uhr

Jetzt verbreitet auch die Bundesnetzagentur billige Ökoprpaganda.

Der Satz...Er gehe aber davon aus, dass die Kosten später auch wieder gesenkt werden können, weil bei Sonne und Wind keine Betriebskosten anfallen...ist offensichtlich Unsinn. Die Betriebskosten einer umweltschädlichen Windmühle, Pacht, Wartung, Netzstrom!, Reperaturen übertreffen gem. der vom Windenergieverband veröffentlichten Kalkulationsrichtlinien die Gesamtkosten eines Braunkohlekraftwerks um den Faktor 1,5 die Betriebskosten eines umweltfreundlichen Kernkraftwerks um etwa Faktor 2. Die Betriebskosten von umweltschädlichen Solarzellenanlagen, Wartung, Reperaturen und dergleichen sind gem. veröffentlichter leicht niedriger als ie Betriebskosten eines Kernkraftwerks. Dabei möge man berücksichtigen dass Solarstrom und Windstrom als Zufallsstrom nahezu wertlos ist. Nach 20 - 25 Jahren müssen die umweltschädlichen Solarzellen und Windmühlen durch neue Exemplare ersetzt werden weil diese ihre Lebensdauergrenze erreicht haben.

Vandale

Vicario

27.12.2012, 10:58 Uhr

Zitat : Von den Betreibern seien für 2.800 Leitungen rund 20 Milliarden Euro an Investitionen genannt worden.
Die Investitionssumme werde aber darunter liegen, sagte Homann.

Einen größeren Betrüger habe ich seit der Energiewende schon lange nicht mehr gehört :
DIE INVESTITIONSSUMME SOLL KLEINER ALS GEPLANT SEIN...????
Zitat : Billig werde die Energiewende nicht, sagte er weiter. Er gehe aber davon aus, dass die Kosten später auch wieder gesenkt werden können, weil bei Sonne und Wind keine Betriebskosten anfallen.

Billig wird es nicht, weil die Sonne und der Wind keine Betriebskosten haben....
Dem Vogel ist wohl sein GRÜNES Gehirn schon weggeschmolzen..?!!

UNFASSBAR, wie einige den Bürger für den Deppen erklären wollen.!!!

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