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23.12.2013

14:44 Uhr

Energiewende

Ökostrom-Anteil steigt auf ein Viertel

Der Ökostrom-Anteil hat in diesem ein Viertel des gesamten Stromverbrauchs ausgemacht. Gleichzeitig wurde der Stromverbrach insgesamt im dritten Jahr hintereinander gesenkt. Kohlekraftwerke belasten die positiven Zahlen.

Windräder auf einem Feld bei Bennigsen in der Region Hannover. Der Ökostromverbrauch ist erneut gestiegen. dpa

Windräder auf einem Feld bei Bennigsen in der Region Hannover. Der Ökostromverbrauch ist erneut gestiegen.

BerlinTrotz wenig Sonnenschein und schwachem Wind hat Ökostrom in diesem Jahr einen Anteil von knapp einem Viertel am Gesamtverbrauch erreicht. Mittlerweile stammten 24,7 Prozent und damit gut ein Prozentpunkt mehr als 2012 aus Wind, Wasser oder Sonne, teilte die Denkfabrik „Agora Energiewende“ am Montag unter Berufung auf Daten der „Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen“ mit. Haupttreiber seien Biogas- und Solarkraftwerke gewesen. Der Stromverbrauch insgesamt ging danach im dritten Jahr in Folge zurück, diesmal um knapp zwei Prozent. Die Produktion von Elektrizität blieb dagegen stabil, da der Export von Strom weiter stieg und ein neues Rekordhoch erreichte. „Agora“ zufolge produzierten vor allem Kohlekraftwerke für die Ausfuhr. Daher sei die Stromerzeugung trotz des Ökostrom-Wachstums nicht klimafreundlicher geworden.

Strom aus Kohle ist derzeit günstig zu produzieren, da die Preise für Kohlendioxid-Verschmutzungsrechte drastisch gefallen sind und die Kraftwerke so kaum noch belasten. Zudem versorgen sich die USA zunehmend statt über Kohle aus heimischen Gas-Quellen, die über die Fördermethode des sogenannten Fracking besser ausgebeutet werden können. Die Kohlepreise auf dem Weltmarkt sind in der Folge gesunken. Die umweltfreundlicheren Gas-Kraftwerke produzieren so in Deutschland vergleichsweise teuer und liefen daher 2013 deutlich weniger.

Von

rtr

Kommentare (3)

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HofmannM

23.12.2013, 15:17 Uhr

Wie passen diese Statistikzahlen eigentlich zu der Meldung "Steuerbetrug bei europäischen Stromhändlern".
Und es wird ja nur der Strom in der Statistik aufgeführt, der auch verbraucht wurde. Was ist aber mit dem Erneuerbaren Energieabzocker Strom, der überflüssig (nicht in Deutschland verbraucht werden konnte, da kein Abnehmer) und ins Ausland verschenkt werden musste?!

uentropp

23.12.2013, 15:51 Uhr

Ein zweifelhaftes Ergebnis, das den privaten Bürgern teuer zu stehen kommt! Damals hieß es "Sonne und Wind sind kostenlos"! Heute bezahlen wir den Irrsinn explodierender Strompreise. Wo bleibt da eigentlich die EU, die für faire Preise zu sorgen hätte?

windhund

23.12.2013, 20:14 Uhr

..„Agora“ zufolge produzierten vor allem Kohlekraftwerke für die Ausfuhr....

Die Leute von Agora wissen offensichtlich nicht dass der Ökostrom Einspeisevorrang hat und schieben den Schwarzen Peter auf die bösen Kohlekraftwerke.
Die Agora Leute wissen anscheinend auch nicht dass es viele Zeiten gibt in denen die 25% durch Ökostrom NICHT erreicht wird.
Beispiel 11.12.13: Tagesdruchschnitt Windenergie 1211MW, das sind 3.6% der installierten Nennleistung an Windkraft von ca 34000MW. Wow!

Bei dieser geringen Ausbeute müssen wir auf andere Kraftwerke zurückgreifen.
Auf die Biogasanlagen brauchen die Agoras auch nicht so stolz zu sein, immerhin werden darin Lebensmittel verbrannt.

Also etwas mehr Respekt vor den herkömmlichen Energielieferanten ist sicher nicht verkehrt.

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