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27.06.2015

11:30 Uhr

Energiewende

Stromkonzerne fordern 800 Millionen Euro

Die Klima-Abgabe ist vom Tisch. Nun sollen Braunkohle-Kraftwerke stillgelegt werden, um 22 Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Doch das könnte richtig teuer werden. Warum die Energiekonzerne Entschädigungen verlangen.

Wasserdampfschwaden steigenaus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes der Vattenfall AG in Jänschwalde (Brandenburg). Die Regierungskoalition will ihren Streit um Kohle-Abgabe, Klimaschutz und die Stromnetze nach Angaben von Wirtschaftsminister Gabriel in der kommenden Woche endgültig ausräumen. dpa

Energiewende

Wasserdampfschwaden steigenaus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes der Vattenfall AG in Jänschwalde (Brandenburg). Die Regierungskoalition will ihren Streit um Kohle-Abgabe, Klimaschutz und die Stromnetze nach Angaben von Wirtschaftsminister Gabriel in der kommenden Woche endgültig ausräumen.

BerlinDie Energiekonzerne verlangen laut „Spiegel“ 800 Millionen Euro jährlich für das Abschalten von Braunkohle-Kraftwerken und ihr Vorhalten auf Reserve. Pro Kilowatt wollten sie 300 Euro bekommen.

Bei einer Gesamtleistung der betroffenen Kraftwerksblocks von 2,7 Gigawatt ergebe dies eine Summe von 800 Millionen Euro jährlich, die Stromkunden oder Steuerzahler aufbringen müssten, schreibt das Nachrichtenmagazin.

Zum Erreichen der Klimaschutzziele will die Regierung bei den Kraftwerken zusätzlich 22 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Ursprünglich plante Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel dazu die Einführung einer Kohle-Abgabe für alte Kraftwerke.

Dieser Plan des SPD-Vorsitzenden stieß aber auf heftigen Widerstand. Nun sollen alte Braunkohle-Kraftwerkblocks für Engpässe in eine Reserve gehen und schrittweise stillgelegt werden. Dafür werden vor allem die Konzerne RWE und Vattenfall Geld bekommen.

Endgültig festzurren will die Bundesregierung ihr Energiekonzept bei einem Spitzentreffen der großen Koalition am kommenden Mittwoch (1.).

Von

dpa

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