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16.11.2011

11:24 Uhr

Energiewende

Tennet warnt vor Anschlussproblemen für Windparks

Die Anbindung von Hochsee-Anlagen sei „in der bisherigen Form nicht länger möglich“, heißt es laut Pressebericht in einem Schreiben des Netzbetreibers an die Bundesregierung. Die Rede ist von Kapitalproblemen.

Offenbar gibt es Probleme bei der Verkabelung der Offshore-Giganten mit dem Festland. dpa

Offenbar gibt es Probleme bei der Verkabelung der Offshore-Giganten mit dem Festland.

MünchenDer Stromnetz-Betreiber Tennet hat die Bundesregierung laut einem Medienbericht vor massiven Schwierigkeiten bei der Anbindung neuer Offshore-Windparks gewarnt. Die Errichtung von Anschlüssen sei „in der bisherigen Form nicht länger möglich“, zitierte die „Süddeutsche Zeitung“ am Mittwoch aus einem Brief der Tennet-Geschäftsführung an Kanzleramt, Umwelt- und Wirtschaftsministerium. So gebe es „massive Probleme bei der Beschaffung des notwendigen Kapitals.“

Um den Ausstieg aus der Atomenergie zu bewältigen, setzt die Bundesregierung massiv auf Windparks in der Nord- und Ostsee. Bis 2030 sollen 15 Prozent des deutschen Strombedarfs aus solchen Anlagen gedeckt werden. Das niederländische Unternehmen Tennet, das vor zwei Jahren das Stromnetz des Energieriesen Eon übernommen hatte, ist für den Anschluss der Windparks in der Nordsee zuständig. Laut „SZ“ arbeitet Tennet derzeit an acht Kabeln.

„Tatsächlich gibt es in sämtlichen laufenden Projekten erhebliche Schwierigkeiten im Planungs- und Baufortschritt“, schreibt die Tennet-Geschäftsführung in dem Brief. Selbst Lieferanten könnten ihre Termine derzeit kaum noch einhalten. Nötig sei daher ein „geordneter Offshore-Netzausbau- und Entwicklungsplan“. Auch müsse die Finanzierungslast auf mehr Schultern verteilt werden.

Von

afp

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

16.11.2011, 11:40 Uhr

Ein wenig unverständlich. Die hohen Strompreise wurden in der Vergangenheit damit begründet, daß ja auch die Unterhaltung der Netze Geld kostet. Dann, nach dem großen Stromausfall im Münsterland, im Winter 2005 kamen - in Anbetracht von Strommasten aus dem Jahr 1930 - erstmals Zweifel am "modernen" Stromnetz auf.

Ganz offensichtlich wurde zu wenig investiert, zuviel Geld wurde als Gewinn ausgeschüttet. Das gilt es zu ändern. Die Netzgebühren müssen in das Netz investiert werden - zu 100% und nicht als Gehälter der Vorstände und Gewinne der Aktionäre verorengehen.

Es zeigt sich wieder einmal das völlige Versagen des Marktes. Offensichtlich haben linke Kräfte recht, wenn sie staatliche Stromversorgung fordern. Der neoliberale Unsinn a la FDP ist wieder einmal erbärmlich gescheitert.

Die Stromnetze müssen staatlich sein, anders geht es nicht.

Verdummung

16.11.2011, 12:38 Uhr

Merkel und Konsorten sind völlig überfordert. Die Energiepolitik ist nur eines der Felder, in denen dieser Dilettantenzirkus jeglichen Sachverstand vermissen läßt.

Windenergie ist in Deutschland nicht wirtschaftlich zu nutzen.

Zum einen sind ungeheure Summen notwendig, um die Leitungsinfrastruktur zur errichten. Zum anderen werden die Wartungskosten bei den Offshore-Parks kaum diskutiert (wenn Wind weht, peitschen Unmengen von Salzwasser auf die Anlagen ein). Von den Auswirkungen auf die Unterwasserwelt ganz zu schweigen. Hatte ich das Speicherproblem und die Überkapazitäten (nachts) schon erwähnt?

Viel sinnvoller wäre die Forcierung dezentraler Energiequellen, wie z.B. Photovoltaik-Dächer. Statt hier weitere Effizienzverbesserung zu fördern sieht man zu, wie die Chinesen unsere Solarindustrie - durch Dumping und sonstige Marktmanipulation - systematisch von ihrer einstigen Vormachtstellung vertreiben.

Die Windenergie können wir exportieren. Und zwar als Bausatz - dorthin, wo sie wirtschaftlich betrieben werden kann. Der High-Tech-Standort Deutschland bliebe dadurch gewahrt, ohne ständig unnütze Subventionsporojekte im eigenen Land voranzutreiben.

P.S. Habe gerade noch einmal gelesen, daß unsere Regierung mittlerweile 6 (!) atomwaffenfähige U-Boote der Dolpohin-Klasse an Israel finanziert hat - um die deutsche Wirtschaft zu unterstützen. GEHT´S NOCH, IHR VOLLIDIOTEN !!!!

Account gelöscht!

16.11.2011, 13:17 Uhr

Windenergie ist in Deutschland nicht wirtschaftlich zu nutzen.
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Wenn es denn so ist ( wovon ich ebenfalls überzeugt bin )
bekommen wir in kürze ein riesiges Problem !
Solar ist ebenfalls nicht zu gebrauchen und das nicht nur in Deutschland, sondern in unsern Breitengraden !!!
Kernkraft wollen wir abschaffen un machen uns damit von Energielieferungen unserer Nachbarn abhängig .
Wir haben somit weiteren Strompreis Steigerungen Tür und Tor geöffnet !
Danke an die , die immer wieder was von "es wird keine Preissteigerungen geben " gepredigt haben .

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