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30.08.2012

19:38 Uhr

Energiewene

Umweltbundesamt fordert neue Regeln für Ökostrom

Der Präsident des Umweltbundesamtes sieht Nachbesserungsbedarf bei der Ökostrom-Umlage. Die Industrie ist von dieser Umlage befreit. Ein Indikator soll die Abhängigkeit vom internationalen Wettbewerb ausweisen.

Jochen Flasbarth, Chef des Umweltbundesamts (UBA). dpa

Jochen Flasbarth, Chef des Umweltbundesamts (UBA).

BerlinDer Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, fordert, die Befreiung der Industrie bei der Ökostrom-Umlage zu überprüfen. "Für Ausnahmen muss es klare Kriterien geben", sagte Flasbarth der Berliner Tageszeitung "taz" (Freitagausgabe). Notwendig sei ein Indikator, "der aussagt, wie stark das Unternehmen in den internationalen Wettbewerb eingebunden ist", etwa die Handelsintensität der hergestellten Güter. Ziel müsse sein, nur jene Unternehmen zu befreien, "die es tatsächlich nötig haben".

Derzeit erhalten 778 Unternehmen mit einem hohen Stromverbrauch Rabatte auf die Ökostrom-Umlage, um sie vor ausländischer Konkurrenz zu schützen und Firmenverlagerungen zu verhindern. Weil die Ausnahmen ausgeweitet werden, haben für das kommende Jahr mehr als 2000 Unternehmen eine solche Befreiung beantragt.

Das sieht Flasbarth mit Sorge: "Man muss genau beobachten, ob die Befreiung jetzt zu weit gefasst ist", sagte er der "taz". Durch die Befreiung für energieintensive Betriebe steigen die Stromkosten für alle anderen Verbraucher.

Von

afp

Kommentare (6)

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vandale

30.08.2012, 20:59 Uhr

Mir fallen auf Anhieb nur sehr wenige stromintensive Industriebetriebe ein die nicht im internationalen Wettbewerb stehen. Möglicherweise sucht der Oekologe einen Anlass weitere Bürokratie und Stellen für grüne Gefolgseute zu schaffen.

Sollte es Betriebe geben die nicht im internationalen Wettbewerb stehen so werden diese die Kosten für die ökoreligiös korrekte Energie unverzüglich an die Kunden weitergeben.

Letztlich werden alle Unternehmenssteuern, Auflagen, Behördenschikanen und Energiewenden von der Bevölkerung bezahlt.

Herr Flassbarth sucht in links-ökologischer Manier Dumme die die Kosten des von Seinesgleichen angerichteten Schadens übernehmen.

Besser wäre es wenn Herr Flassbarth, die Oekologen des UBA, Grüne und andere destruktive Gestalten die der Bevölkerung die Sagas von Dämonischen Atomstrahlen, Klimahöllen, "Ungelösten Endlagerfragen", Genmonstern einreden auch die Kosten ihrer Propaganda übernehmen.

Vandale

Abmahner

31.08.2012, 09:48 Uhr

lieber vandale. Nehmen Sie lieber einen Schluck aus ner Pulle vom Grundwasser aus der Asse, nehmen ein Bad im Fukushima Beach, Lassen sich bei sonnigen Temperaturen in Grönland gutgehen(hoffentlich treffen Sie dort mal einen hungrigen Eisbären, der Sie gern verspeisen möchte). Sicherlich sind die Politiker auf dem falschen Weg, wenn es darum geht, uns ein schlechtes Gewissen einzureden und der energieintensiven Industrie in den A... zu kriechen. Wir leben in einer globalisierten Welt und wenn die Betreibe so abhängig sind von Stromkosten, wieso investieren die dann nicht in energiesparende Maschinen? Wieso wird immer nur dem kleinen Mann das Stromsparen eingebleut? Schließlich sind sogar bestimmte Leuchten noch für Großbetriebe verkäuflich, nur der Kleinverbraucher muss die Sparleuchten kaufen? Die Industrie wie zum bsp. opel läuft doch schon auf kurzarbeit, aber das hat andere gründe. wenn ich höre, dass die konzerne dann die kosten sowieso umlegen, will ich das mal relativieren. wenn ein lebensmittelproduzent meinetwegen aufgrund erhöhter energiekosten seine preise öndert, möchte ich von der politik ein transparentgesetz. Zuerst sollte dieser Hersteller erläutern, wie hoch seine energiekosten waren und wie hoch sie jetzt sind und 2. sollte er auch offenlegen, ob er ökosteuersubventioniert ist und ob er eeg-umlage-befreit ist. trifft beides zu, darf der produzent nur dann seine preise anheben, wenn er wirklich kostensteigerungen hat. ansonsten kann er ruhig deutschland verlassen. viel glück in der globalen welt.

Account gelöscht!

31.08.2012, 11:03 Uhr

Herr Herr Flassbarth ist der peinliche beweis für eine grüne Vetternwirtschaft des Herrn Trittin .
2003 wurde er vom damaligen Bundesumweltminister Jürgen Trittin zum Abteilungsleiter Naturschutz und nachhaltige Naturnutzung im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit berufen. 2009 wurde er Präsident des Umweltbundesamts.

Herr Flassbarth ist Diplom-Volkswirt und Ornithologe und macht natürlich was er von seinem Gönner gesagt bekommt .

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