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04.11.2011

12:28 Uhr

Entwicklungshilfe

Niebel will Wieczorek-Zeuls Spuren tilgen

Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) zeigte sich erbost über die Kritik seiner Vorgängerin. Er wolle weiterhin die Spuren der Arbeit von Heidemarie Wieczorek-Zeul aus dem Ministerium tilgen.

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel (FDP). dapd

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel (FDP).

LeipzigMit scharfen Worten hat Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) auf Kritik seiner Vorgängerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) an seiner Amtsführung reagiert. "Es ehrt mich, dass Frau Wieczorek-Zeul mir vorwirft, ich machte eine andere Politik im Ministerium als sie", sagte Niebel der "Leipziger Volkszeitung" (Freitagsausgabe). "Ihr Vorwurf, ich hätte alle Spuren ihrer Arbeit im Ministerium beseitigt, entspricht leider noch nicht der Realität. Aber ich arbeite weiter daran."

Mit Unverständnis reagierte Niebel darauf, dass Wieczorek-Zeul und ihre SPD-Vorgänger Egon Bahr und Erhard Eppler die Teilnahme an der 50-Jahr-Feier des Ministeriums Mitte November abgesagt hatten. Hintergrund dafür war nach Medienberichten, dass Niebel den SPD-Politiker Eppler nicht als Festredner zulassen wollte. "Das sollten die drei nicht zu schwer nehmen", sagte Niebel. Zur 40-Jahr-Feier habe nur Wieczorek-Zeul als amtierende Ministerin geredet. Die SPD-Politikerin hatte sich seit ihrem Ausscheiden aus dem Amt 2009 wiederholt in der Öffentlichkeit kritisch zu Niebels Amtsführung geäußert.

Von

afp

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