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24.10.2011

11:49 Uhr

„Er kann es“

Schmidts Ritterschlag für Steinbrück

VonHeike Anger, Daniel Goffart, Gabor Steingart

Zwei Weltversteher im Paarlauf: Altkanzler Helmut Schmidt empfiehlt Ex-Finanzminister Peer Steinbrück im gemeinsamen Buch für Höheres. Nämlich für die Kanzlerkandidatur. Warum? Weil er's kann.

Der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück (l) und Altbundeskanzler Helmut Schmidt. dpa

Der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück (l) und Altbundeskanzler Helmut Schmidt.

BerlinDie Choreografie dieses denkwürdigen Paarlaufs ist sorgfältig geplant. Zum Auftakt plauderten Altkanzler Helmut Schmidt und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück gestern Abend vor einem Millionenpublikum bei Günther Jauch über Euro-Krise, Staatsverschuldung und politische Führung. Am heutigen Montag dann blicken Schmidt und Steinbrück die Deutschen von der Titelseite des „Spiegels“ aus an: entschlossen und forsch der eine, väterlich gelassen der andere. Die Botschaft des Duos steht in drei Worten über dem Titelbild: „Er kann es.“

Noch ehe die SPD über ihren künftigen Kanzlerkandidaten berät, hat Helmut Schmidt seine Entscheidung schon getroffen. Bereits die Verleihung des traditionsreichen Helmut-Schmidt-Journalistenpreises am vergangenen Donnerstag nutzte der Altkanzler, um Peer Steinbrück für Höheres zu empfehlen.

„Er beherrscht alle wichtigen politischen Themen, über die wir derzeit sprechen. Und er kann sie in einer Art und Weise, die auch das normale Publikum versteht, auseinandernehmen und erklären.“ Vor allem aber gehe „seine Reichweite über die seiner eigenen Partei hinaus“, betonte Schmidt mit Blick auf die von der schwarz-gelben Regierung enttäuschten bürgerlichen Kreise.

Die Empfehlung, Steinbrück als aussichtsreichsten Kandidaten der SPD gegen Angela Merkel antreten zu lassen, findet sich auch in dem neuen Buch, das die beiden Bestsellerautoren am Donnerstag dieser strategisch geplanten  Woche mit großem Medienrummel vorstellen werden: Unter dem Titel „Zug um Zug“ sprechen Schmidt und Steinbrück beim Schachspiel über Politik, Ökonomie – und eben auch über die Fähigkeiten des Jüngeren. „Peer Steinbrück hat in seiner Zeit als Finanzminister bewiesen, dass er regieren und verwalten kann“, zitiert Schmidt aus dem gemeinsamen Werk.

Kommentare (5)

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muecke

24.10.2011, 12:18 Uhr

Ich sage dazu nur:

Er konnte nicht mal in seiner Position ein Hegefonds erklären!

http://www.youtube.com/watch?v=VJIIFeD8XqU

"Schaumschläger"

Account gelöscht!

24.10.2011, 12:33 Uhr

Gegen dieses Schmierentheater ist der US-Wahlkampf mit Fähnchen und bunten Luftballons ja geradezu ehrenhaft und niveauvoll....

AlterMann

24.10.2011, 13:01 Uhr

Spätestens gestern Abend hat er allen bewiesen, daß er es NICHT kann, dieser überhebliche - und bisher völlig überschätzte - Finanzlaie.

Meine große Hochachtung ggü. Helmut Schmidt und seinen beeindruckenden politischen Kenntnissen beginnt zu bröckeln.
Seine taktierenden Einschätzung über den Euro und seine unerträglichen Lobhudeleinen ggü. Steinbrück gehören nicht in die Öffentlichkeit. Reine Parteipropaganda. Ach ja, für das diese Woche erscheinende Buch der beiden Sozis sollte es ebenfalls glaubwürdigere Rahmen geben als im gebührenfinanzierten TV.

Einfach nur PEINLICH und DREIST!

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