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10.01.2005

12:12 Uhr

Erhöhte Gefahren

Bundeswehr erwägt angeblich mehr Schutz für Afghanistan-Truppen

Die Bundeswehr erwägt nach Angaben aus Regierungskreisen angesichts erhöhter Risiken stärkere Sicherheitsmaßnahmen für ihre Soldaten in Afghanistan.

HB WEIMAR. In den Kreisen wurde am Montag ein Bericht des „Spiegel“ bestätigt, wonach auf Grund verstärkten Vorgehens internationaler Truppe gegen den Drogenanbau auch für die Bundeswehr erhöhte Gefahren bestünden. „Mit Kampagnen der Amerikaner und Briten gegen Drogenbarone ist in der Tat im ersten Halbjahr zu rechnen“, hieß es in den Kreisen. Widerstand gegen das Vorgehen der Briten und Amerikaner könnte der Einschätzung nach auch die Bundeswehr betreffen, die sich laut Bundestags-Mandat nicht am Kampf gegen den Drogenanbau beteiligen darf.

Nach dem „Spiegel“-Bericht will Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) prüfen, ob im Rahmen eines „robusteren“ Einsatzes das deutsche Kontingent über die bisherige Höchstzahl von 2250 Soldaten hinaus vergrößert und Spezialkräfte zur Sicherung der Bundeswehr-Lager entsandt werden sollen. Die Bundeswehr ist außer in der Hauptstadt Kabul auch in regionalen Wiederaufbauteams (PRTs) im Norden des Landes stationiert, wo in einigen Regionen der Drogenanbau die wichtigste Ertragsquelle bildet, aus der regionale Machthaber ihre Position gegen die Zentralregierung finanzieren.

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