Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.02.2014

13:10 Uhr

Ermittlungen wegen Kinderpornos

Sebastian Edathy geht in die Offensive

Sebastian Edathy will nicht hinnehmen, dass ohne konkrete Hinweise spekuliert wird, er sei in Besitz von Kinderpornos. Die Anschuldigungen seien gegenstandslos, vorausgegangene Durchsuchungen „unverhältnismäßig“ gewesen.

Er will nicht akzeptieren, wie mit ihm umgegangen wird: Sebastian Edathy wehrt sich gegen Spekulationen über seinen Kontakt mit kinderpornografischem Material. dpa

Er will nicht akzeptieren, wie mit ihm umgegangen wird: Sebastian Edathy wehrt sich gegen Spekulationen über seinen Kontakt mit kinderpornografischem Material.

Hannover/BerlinDer SPD-Innenpolitiker Sebastian Edathy hat die Vorwürfe gegen ihn scharf kritisiert und als gegenstandslos bezeichnet. „Nach mir vorliegenden Informationen wirft mir die Staatsanwaltschaft ausdrücklich kein strafbares Verhalten vor“, sagte Edathy „Spiegel Online“. „Die Durchsuchungen waren nicht nur unverhältnismäßig, sondern stehen im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen. Ich hoffe, dass die Staatsanwaltschaft demnächst einräumt, dass die Vorwürfe gegenstandslos sind“, sagte der nach 15 Jahren aus dem Bundestag ausgeschiedene Politiker am Mittwoch.

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den 44-Jährigen. Am Montag durchsuchten Ermittler Wohnungen und Büros in Niedersachsen und Berlin. Gründe für die Durchsuchungen nannte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht.

Medien berichteten jedoch über einen Verdacht auf Besitz von Kinderpornografie, den Edathy schon am Dienstag als unberechtigt zurückgewiesen hatte. „Die öffentliche Behauptung, ich befände mich im Besitz kinderpornografischer Schriften bzw. hätte mir diese verschafft, ist unwahr“, erklärte der 44-Jährige auf seiner Facebook-Seite. „Ich gehe davon aus, dass die Unschuldsvermutung auch für mich gilt.“

Die Polizei durchsuchte im Zuge der Ermittlungen nach dpa-Informationen am Montag fünf Objekte: die Bürgerbüros in Nienburg und Stadthagen, Edathys Wohnungen in Rehburg und Berlin und ein weiteres Büro. Dabei sei Beweismaterial gesichtet und sichergestellt worden, erfuhr die Nachrichtenagentur aus Ermittlerkreisen. Edathy selbst sei dabei nicht angetroffen worden. Berichte über eine Durchsuchung von Edathys Bundestagsbüro wurden vom Bundestag als falsch zurückgewiesen. „Es wurde kein Bundestagsbüro durchsucht“, sagte Sprecher Ernst Hebeker.

Die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) hat von der Staatsanwaltschaft eine Erklärung gefordert, wie Fotos aus Durchsuchungen bei SPD-Politiker Sebastian Edathy in die Öffentlichkeit gelangen konnten. Die Ministerin habe die Generalstaatsanwaltschaft Celle deswegen um eine schriftliche Stellungnahme gebeten, sagte Ministeriumssprecher Alexander Wiemerslage am Mittwoch in Hannover.

Die Nienburger Zeitung „Die Harke“ hatte zuerst über die Durchsuchungen am Montag bei dem früheren Bundestagsabgeordneten berichtet und auch Fotos von der Aktion aus der Wohnung des Politikers veröffentlicht. Der Ministeriumspecher betont: „Ermittlungsmaßnahmen und insbesondere Wohnungsdurchsuchungen gehören zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen und zum Schutze der laufenden Ermittlungen nicht ins Rampenlicht der Öffentlichkeit.“

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

SenecAAA

12.02.2014, 11:09 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

RumpelstilzchenA

12.02.2014, 11:24 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

HassoausderBronx

12.02.2014, 11:30 Uhr

Das Ganze stinkt zum Himmel.
Hier wird jemand fertig gemacht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×