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05.01.2010

06:05 Uhr

Erneuerbare Energien

CSU will Solarförderung kappen

VonPeter Müller

ExklusivBiodiesel statt Sonnenkraft: Bei der Förderung erneuerbarer Energien will die CSU künftig weniger auf die Solarenergie als auf andere regenerative Energieträger setzen. Ziel ist es, zum einen die gesetzlich festgeschriebene Vergütung von Solarstrom stärker zu senken, werden, zum anderen die rechtlichen Vorgaben für den Bau neuer Anlagen deutlich zu verschärfen.

Bei der Förderung erneuerbarer Energien will die CSU nicht mehr so stark auf Solarenergie zu setzen. Quelle: dpa

Bei der Förderung erneuerbarer Energien will die CSU nicht mehr so stark auf Solarenergie zu setzen.

„Die staatlich begleitete Förderung von regenerativen Energien soll nur ein Anstoß sein, bis sich diese Energieform am Markt selbst behaupten kann. Die Solarenergie ist da sehr weit und nimmt von dem Finanzvolumen, das insgesamt zur Verfügung steht, um regenerative Energien zu fördern, übermäßig viel weg“, sagte Landesgruppenchef Friedrich. Daher stelle sich die Frage, ob die Förderung umgeleitet werden müsse in die jeweils effizienteste Technologie.

Auf ihrer Klausurtagung in Wildbad Kreuth wollen die CSU-Parlamentarier einen entsprechenden Vorstoß beschließen. Damit wollen sie zum einen – wie Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) – die gesetzlich festgeschriebene Vergütung von Solarstrom stärker senken, als es die Novelle des Erneuerbare Energiengesetz (EEG) bereits vorsieht. Zum anderen will die CSU die rechtlichen Vorgaben im EEG für den Bau neuer Anlagen deutlich verschärfen. Photovoltaikanlagen dürften landwirtschaftliche Nutzflächen nicht verdrängen, heißt es in dem Energie-Papier der CSU, das dem Handelsblatt vorliegt. Bei der Solarenergie müsse gelten: „runter vom Acker, rauf aufs Dach“.

Derzeit liegt die gesetzlich festgeschriebene Vergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen weit über dem Marktpreis. Solarstrom ist der mit Abstand teuerste Ökostrom. Photovoltaikanlagen sind daher auch als Investitionsobjekte attraktiv – mit der Folge, dass landwirtschaftliche Flächen verstärkt dazu genutzt werden. Dies soll nach dem Willen der CSU künftig nur noch zulässig sein, wenn „bereits erhebliche Vorbelastungen des Landschaftsbilds vorhanden sind“, etwa wenn die Flächen an Hauptverkehrsrouten liegen oder zur Erweiterung eines bestehenden Gewerbegebiets dienen.

Stärker fördern will die CSU dagegen klimafreundliche Biokraftstoffe. Ihre Besteuerung müsse „an ihren spezifischen CO2-Reduktionspotenzialen ausgerichtet werden“, heißt es in dem Energiepapier. Die Bundesregierung hatte 2006 beschlossen, Biosprit ab 2012 mit dem vollen Mineralölsteuersatz zu besteuern. „Im öffentlichen Personennahverkehr sollen Biokraftstoffe vollständig steuerbefreit werden“, fordert die CSU nun.

Kommentare (3)

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Gothic

05.01.2010, 09:41 Uhr

Jaja, unsere schöne Regierung macht echt alles um an alten Energiequellen festzuhalten... Was ist so schändlich an Solarenergie? Dass sie immer verfügbar sein wird? Was bitte ist so toll an biodiesel?

Dipl Ing Theobald

05.01.2010, 15:23 Uhr

Ausbaustopp bei PV und WiND nötig,genau wie ATOM !

Deutschland reitet bei Erneuerbaren das falsche (Stecken)Pferd! PV ist, ebenso wie WiND, keine Zukunftstechnologie, macht uns nicht zum Technologieführer und bringt langfristig keine Arbeitsplätze.

WiND und PV sind parasitäre Erneuerbare Energien (PEE), da sie alleine keine sichere Versorgung
ermöglichen, sondern den Parallelbetrieb von i.d.R. hochreagiblen GAS-Kraftwerken erzwingen.
beweis: Röttgen/bMU plant mit der WiND-Verdopplung bis 2020 auch die GAS-Verdopplung.
Wo bleibt die offiziell propagierte "Energie-Unabhängigkeit"?

Ergebnis: PEE bringen zusätzliche Umweltbelastung aber nach wissenschaftl. Studie doppelten Strompreis.
Die Forderung der WiND-industrie nach Netzausbau belegt die unter Fachleuten bekannte Tatsache, daß WiND die Netze instabil macht. Die für WiND nötigen 850 km neuen Hochspannungsleitungen zahlt natürlich nicht die WiND-iindustrie, sondern die Stromverbraucher über die Stromrechnung.

Die Lösung wäre: Sofort WiND-und PV-Ausbau stoppen (genau wie ATOM) und das Geld in die Entwicklung nachhaltiger Erneuerbarer Energie (NEE) wie Geothermie oder biomasse stecken, die alleine arbeiten-ohne Doppelinvestment! Vorteil: Geringerer Strompreis und Umweltschutz! Links und wissenschaftliche Studien unter sekuria(at)t-online.de abrufbar oder googlen: "Darmstädter Manifest".

Dipl.-ing. Ernst Theobald
sekuria@t-online.de
Tel. 06167 912162

Dipl Ing Theobald

05.01.2010, 15:26 Uhr

Ausbaustopp bei PV und WiND nötig,genau wie ATOM !

Deutschland reitet bei Erneuerbaren das falsche (Stecken)Pferd! PV ist, ebenso wie WiND, keine Zukunftstechnologie, macht uns nicht zum Technologieführer und bringt langfristig keine Arbeitsplätze.

WiND und PV sind parasitäre Erneuerbare Energien (PEE), da sie alleine keine sichere Versorgung
ermöglichen, sondern den Parallelbetrieb von i.d.R. hochreagiblen GAS-Kraftwerken erzwingen.
beweis: Röttgen/bMU plant mit der WiND-Verdopplung bis 2020 auch die GAS-Verdopplung.
Wo bleibt die offiziell propagierte "Energie-Unabhängigkeit"?

Ergebnis: PEE bringen zusätzliche Umweltbelastung aber nach wissenschaftl. Studie doppelten Strompreis.
Die Forderung der WiND-industrie nach Netzausbau belegt die unter Fachleuten bekannte Tatsache, daß WiND die Netze instabil macht. Die für WiND nötigen 850 km neuen Hochspannungsleitungen zahlt natürlich nicht die WiND-iindustrie, sondern die Stromverbraucher über die Stromrechnung.

Die Lösung wäre: Sofort WiND-und PV-Ausbau stoppen (genau wie ATOM) und das Geld in die Entwicklung nachhaltiger Erneuerbarer Energie (NEE) wie Geothermie oder biomasse stecken, die alleine arbeiten-ohne Doppelinvestment! Vorteil: Geringerer Strompreis und Umweltschutz! Links und wissenschaftliche Studien unter sekuria(at)t-online.de abrufbar oder googlen: "Darmstädter Manifest".

Dipl.-ing. Ernst Theobald
sekuria@t-online.de
Tel. 06167 912162

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