Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.09.2013

13:12 Uhr

Erneuerbare Energien

Experten erwarten massiven Anstieg der Ökostrom-Umlage

Die Strompreise für Haushalte könnten im nächsten Jahr drastisch steigen: Grund ist eine deutliche Verteuerung der Ökostrom-Förderung. Damit wächst der Druck für ein Neuausrichtung der Energiewende.

Die Umlage von Ökostrom steigt auf 6,5 Cent an. dapd

Die Umlage von Ökostrom steigt auf 6,5 Cent an.

BerlinDie Ausgaben für die Förderung des Ökostroms der Verbraucher steigen noch stärker als zuletzt berechnet. Nach Zahlen der Netzbetreiber, die Reuters am Donnerstag vorlagen, wird die Umlage 2014 um über ein Cent pro Kilowattstunde steigen. Die Denkfabrik Agora-Energiewende berechnete auf Grund der Daten einen Anstieg der Umlage von 6,49 Cent auf den Rechnungen der Verbraucher. Derzeit liegt sie bei knapp 5,3 Cent. Damit könnten die Strompreise für Haushalte im nächsten Jahr um gut vier Prozent steigen. Der Gesamt-Strompreis liegt jetzt bei etwa 28 Cent. Die Daten zur Umlage sind die letzten, die vor der Bundestagswahl veröffentlicht werden. Für die Berechnung der Umlage 2014 fehlt jetzt nur noch der Monat September. Im Oktober geben dann die Netzbetreiber die endgültige Umlage für 2014 bekannt.

Grund für den weiteren Anstieg ist zum einen der sonnenreiche Sommer mit der starken und vergleichsweise teuren Solarproduktion. Zum anderen machen sich aber vor allem die fallenden Börsenstrompreise bemerkbar: Die Umlage wird als Differenz zwischen den garantierten Ökostrom-Abnahmetarifen und dem Börsenstrompreis berechnet. Fällt der Börsenpreis steigt also die Umlage.

Energiewende: Die Kostenlawine rollt, die Politik laviert

Energiewende

Die Kostenlawine rollt, die Politik laviert

Die Kosten der Energiewende drohen, massiv auszuufern, weil die Ökostrom-Umlage nochmal einen Sprung um 20 Prozent nach oben machen wird. Experten schlagen eine Kostendeckelung vor. Doch so einfach ist das nicht.

Das Förderkonto der Netzbetreiber für die Erneuerbaren Energien rutschte im August gegenüber Juli um über eine weitere halbe Milliarde Euro ins Minus. Das Defizit beträgt jetzt rund 2,3 Milliarden Euro und muss so durch eine höhere Umlage im nächsten Jahr ausgeglichen werden.

Sollten die Versorger die Umlagen-Erhöhung an die Verbraucher voll weitergeben, würde der Strompreis inklusive Mehrwertsteuer um gut vier Prozent steigen. Werden die gesunkenen Börsenpreise allerdings ebenfalls weitergeben, könnte der Anstieg weit geringer ausfallen.

Von

rtr

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

HofmannM

05.09.2013, 13:34 Uhr

EEG abschaffen und die freie Marktwirtschaft eines freien Volk durch Angebot und Nachfrage den Strompreis bestimmen lassen!
Aufstehen für Deutschland und am 22.09.2013 AfD wählen, damit Verstand und Vernunft wieder in die deutsche Politik zurückkehrt. Danke!

Account gelöscht!

05.09.2013, 13:38 Uhr

Werden die gesunkenen Börsenpreise allerdings ebenfalls weitergeben, könnte der Anstieg weit geringer ausfallen.

...und kurz hinter der Oktober-Entscheidung kommt dann wieder der Weihnachtsmann...

Das EEG gehört so schnell wie möglich abgeschafft!

Account gelöscht!

05.09.2013, 13:39 Uhr

...das sollte man nicht von der AfD abhängig machen...

Außerdem gehört dazu eine Portion Stärke. Die Splittergruppe der Piraten ist ja praktisch auch schon wieder in der Versenkung verschwunden...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×