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20.01.2005

21:10 Uhr

Eröffnung der Grünen Woche

Künast: Agrarpolitik ist der Schlüsselbereich zur weltweiter Problemlösung

Bundesverbraucherministerin Renate Künast (Grüne) sieht die Agrarpolitik als einen Schlüsselbereich zur Lösung internationaler Probleme. Die meisten globalen Probleme seien Aufgaben für Land- und Ernährungswirtschaft verbunden mit der Frage nach Gerechtigkeit, sagte die Ministerin am Donnerstag zur Eröffnung der 70. Grünen Woche in Berlin laut vorab verbreiteten Manuskript.

HB BERLIN. Die weltweite Solidarität nach der Flutkatastrophe könnte als Signal begriffen werden, der Globalisierung eine Richtung zu mehr Chancengleichheit zu geben. Nachdem das Jahr 2004 ganz im Zeichen der EU-Agrarreform und ihrer nationalen Umsetzung stand, erwartet Künast, dass 2005 zum „Jahr der internationalen Gerechtigkeit“ wird. „Die Doha-Runde muss endlich ihr Versprechen halten und zu einer echten Runde für die Entwicklungsländer werden“, forderte die Ministerin. „Im kommenden Jahr wollen wir hier stehen und sagen, die Menschen haben gewonnen.“

Bauernverbandspräsident Gerd Sonnleitner sagte, „die von Brüssel ausgehende gemeinsame Agrarpolitik war in den vergangenen Jahren berechenbarer und konstanter als die nationale Politik“. Sonnleitner forderte Künast auf, den Konjunkturmotor in der Land-, Agrar- und Ernährungswirtschaft anzuwerfen. Dies müsse doch der gemeinsame Ehrgeiz sein. „Man muss uns aber auch seitens der Politik das Gefühl geben, dass wir als Bauern am Standort Deutschland willkommen sind.“ Vor Messebeginn hatte Sonnleitner gefordert, die Politik dürfe den Bauern nicht weiter Knüppel zwischen die Beine werfen. Auf der weltgrößten Agarmesse in Berlin zeigen 1636 Aussteller aus 55 Ländern bis zum 30. Januar ihr Angebot. Größter Aussteller ist Russland. Die Grüne Woche beginnt am Freitag mit dem traditionellen Ministerrundgang.

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