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17.05.2011

11:48 Uhr

Erste Amtshandlung

Röslers Nachfolger droht Kassen im City-BKK-Fall

Kaum im Amt, sucht der neue Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr bereits den Konflikt. Nachdem Versicherte der City BKK bei anderen Krankenkassen abblitzten, droht Röslers Nachfolger mit Konsequenzen.

Daniel Bahr: Der neue Gesundheitsminister lässt den Krankenkassen nichts durchgehen. Quelle: Reuters

Daniel Bahr: Der neue Gesundheitsminister lässt den Krankenkassen nichts durchgehen.

BerlinBundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat im Streit mit den Krankenkassen über die Versicherten der vor der Schließung stehenden City BKK den Ton verschärft. „Konsequenzen kann ich nicht ausschließen“, sagte der Minister im Interview mit der „Bild“-Zeitung auf die Frage, ob bei einer Abweisung den Konzernchefs Sanktionen drohten. „Die Gesetzeslage ist eindeutig: Kein Versicherter der City-BKK darf von einer anderen gesetzlichen Kasse abgewiesen werden“, sagte er.

Bereits am Samstag hatte Bahr gesagt, die Entwicklung werde genau verfolgt. Er riet abgewiesenen Versicherten, sich schriftlich beim Krankenkassenvorstand zu beschweren und die Kassenaufsicht zu informieren.

Zuletzt hatten sich Berichte gehäuft, dass Versicherte der City BKK von anderen Krankenkassen abgewiesen worden waren. Hintergrund ist, dass die City BKK viele alte und kranke Menschen versichert. Das Bundesversicherungsamt hatte Anfang Mai wegen der schlechten Finanzlage die Schließung der City BKK zum 1. Juli angekündigt. Die 170.000 Versicherten müssen sich nun eine neue Kasse suchen, dürfen dabei unabhängig von Alter und Gesundheitszustand von den anderen Kassen aber nicht abgewiesen werden.

 

Von

rtr

/ Röslers Nachfolger lässt Kassen

Kommentare (1)

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MaWo

17.05.2011, 13:47 Uhr

Hallo,
es sollten tatsächlich Betroffene wie empfohlen reagieren, mit Kopie an den Minister.
Dieser müsste aber den Kassenvorständen bei Regressforderung persönlich in die Geldbörse greifen da ansonsten Beiträge der Mitglieder augegeben würden.

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