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01.04.2006

12:18 Uhr

Erstes Interview seit Ende der Amtszeit

Schröder: "Ich habe Pipeline-Angebot erst November 2005 erhalten"

In seinem ersten Interview seit Ende seiner Amtszeit hat Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder sein Engagement für den Bau der Ostsee-Pipeline vehement verteidigt.

BERLIN. "Ich bin mit dieser Frage im November 2005 konfrontiert worden und hatte zunächst abgelehnt", sagte der Altbundeskanzler dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). Schröder ist seit Donnerstag Aufsichtsratsmitglied der Betreibergesellschaft NEPG. Die Absage sei zunächst "nicht der Sache wegen" erfolgt, sondern weil er sich eigentlich auf Beratung habe konzentrieren und beruflich keine festen Bindungen eingehen wollen. "Am 9. Dezember bin ich dann der Bitte des russischen Präsidenten nachgekommen. Ich kann daran nichts falsches sehen." Zu Behauptungen, es habe bereits Vorfestlegungen noch während seiner Amtszeit gegeben, sagte Schröder: "Das ist falsch".

Zugleich verteidigte er die Unterlassungserklärung gegen FDP-Chef Guido Westerwelle."Ich muss mich doch gegen falsche Behauptungen wehren. Man kann nicht sagen, ich hätte einer Firma Aufträge gegeben", sagte Schröder. Nur gegen diesen Punkt wehre er sich vor Gericht. Und das werde ich auch weiter tun. "Vor der Pressefreiheit habe ich wirklich Respekt. Aber falsche Tatsachenbehauptungen sind durch die Pressefreiheit nicht gedeckt."

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