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30.03.2013

16:04 Uhr

EU-Arbeitsfreizügigkeit

Arbeitsagentur erwartet 180.000 Zuwanderer

Die Zahl der Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Damit rechnet die Bundesagentur für Arbeit. Der Fachkräftemangel ist damit aber noch lange nicht behoben.

Die Bundesagentur für Arbeit rechnet mit bis zu 180.000 Zuwanderern aus Rumänien und Bulgarien. dpa

Die Bundesagentur für Arbeit rechnet mit bis zu 180.000 Zuwanderern aus Rumänien und Bulgarien.

BerlinDie Bundesagentur für Arbeit (BA) rechnet ab dem kommenden Jahr mit einer deutlichen Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien, wenn für diese Länder die volle Arbeitnehmer-Freizügigkeit in der EU gilt. BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe), er erwarte aus den beiden Ländern eine Netto-Zuwanderung von 100.000 bis 180.000 Arbeitskräften pro Jahr. Im Jahr 2011, für das die aktuellsten Zahlen vorliegen, kamen aus Bulgarien und Rumänien 112.000 Beschäftige.

Weise sagte, der deutsche Arbeitsmarkt brauche auf die Dauer eine Netto-Zuwanderung von mindestens 200.000 Arbeitskräften pro Jahr, um den Fachkräftebedarf decken zu können.

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In demselben Interview kündigte Weise an, bis Ende 2013 fast jede zehnte Stelle in der Behörde zu streichen. „Bis Ende des Jahres werden wir 10.000 Stellen abgebaut haben, ohne betriebsbedingte Kündigungen“, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise der „Rheinischen Post“ vom Samstag. Bis Ende 2015 würden insgesamt 17.000 Stellen im Vergleich zum Jahr 2011 abgebaut. „Mehr Einsparungen sind beim Personal nicht möglich“, sagte Weise. Wer bei der derzeitigen Arbeitsmarktlage arbeitslos sei oder werde, benötige oft intensive Betreuung.

Im vergangenen Jahr hatte die BA die Zahl ihrer Stellen bereits um 5200 auf 93.400 verringert. Ein Teil davon geht auch darauf zurück, dass im vorigen Jahr 41 Hartz-IV-Jobcenter von den Kommunen in Alleinregie übernommen wurden. Sie beschäftigten einen großen Teil der BA-Mitarbeiter weiter.

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Für eine Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung von 3,0 Prozent des Bruttolohns sieht Weise keinen Spielraum. Im Jahr 2006 habe der Beitragssatz noch 6,5 Prozent betragen. „In einer derzeit so unsicheren Lage würde ich keine Beitragssenkung empfehlen“, sagte Weise. Für das laufende Jahr geht die Behörde von einem Defizit von 1,1 Milliarden Euro aus, das sie aus ihren Reserven decken kann. Die Behörde wird aber neu rechnen, wenn die Bundesregierung im April ihre Eckwerte zur Wirtschaftsentwicklung vorgelegt hat.

Von

rtr

Kommentare (39)

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Account gelöscht!

30.03.2013, 12:33 Uhr

Tja, so weit sind wir schon gekommen... Alles ohne Bomben und Fliegerangriffe... nur CDU, SPD, Grüne und FDP braucht man dazu um ein Land in die Ruinen zu treiben ohne dass es jemand bemerkt.

Vicario

30.03.2013, 12:41 Uhr

Zitat : Weise sagte, der deutsche Arbeitsmarkt brauche auf die Dauer eine Netto-Zuwanderung von mindestens 200.000 Arbeitskräften pro Jahr, um den Fachkräftebedarf decken zu können.

- um den "Fachkräftemangel" zu decken, könnte Weise noch Werbetouren in Moldova starten : da gibt es noch genug Zigeuner ! Falls es nicht ausreichen sollte, verweilen noch viele in der Ukraine und in Weissrussland !

Damit hätte der A-Chef zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen :

- Deckung des Arbeitskräftemangels in Deutschland
- Vereinigung alle Zigeuner in einem Land. Hier könnte man z.B für die Konzentration dieser Volksgruppen auch an Abtretung eines Gebietes nachdenken ...z.B. Berlin ! Unter Vowi wären diese Künstler auch kulturell zu Hause !

Account gelöscht!

30.03.2013, 12:50 Uhr

Wenn nur allein China an seiner grotesken und in diesem Ausmaß in der gesamten Menschheitsgeschichte einmaligen Überproduktion krepiert, brauchen wir mindestens eine Netto-Zuwanderung von -500.000 Arbeitskräften pro Jahr für mindestens 5 Jahre...

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