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16.12.2013

15:17 Uhr

EU erzürnt Raucher

E-Zigarette soll als Arznei behandelt werden

VonJulia Hortig

Heute entscheidet die EU-Kommission, ob für die E-Zigarette künftig dieselben Regelungen gelten sollen wie für Arzneimittel. Schon jetzt machen wütende Raucher ihrem Ärger im Netz Luft.

Alternative E-Smoking

n-tv Wissen: E-Smoking - Eine Alternative zur normalen Zigarette?

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DüsseldorfIst sie ein Medikament, ein Lifestyle-Produkt oder doch fast schon eine „normale“ Zigarette? Die E-Zigarette erhitzt die Gemüter und zwar nicht nur in Brüssel: Hier entscheidet heute ein Komitee darüber, ob der elektrische Glimmstängel ein „tabakähnliches Produkt“ ist, oder künftig als „Arzneimittel“ reguliert werden soll.

Was sich erstmal unspannend anhört, kann für die Konsumenten und für den E-Zigarettenhandel gravierende Auswirkungen haben, denn eine Regulierung als Arzneimittel ist langwierig und teuer, das Produkt wäre nur noch in der Apotheke zu beziehen.

Bereits im Vorfeld hatten mehrere Ärzte gefordert, die E-Zigarette im freien Handel zu belassen, da sie trotz allem weniger gefährlich als „Tabak, Alkohol, fetthaltige oder zuckerhaltige Lebensmittel“ sei.
Auch die Verbraucher stört die „Regulierungswut“ der EU. Unter dem Hashtag #EUecigBAN lassen die Anhänger der E-Zigarette ihrer Wut freien lauf:

Dazu wurde eine Petition eingerichtet, in der es darum geht, die „ecigs“ zu retten. Bisher haben fast 27.000 Menschen dafür abgestimmt. Dabei stellen die Befürworter der E-Zigarette immer wieder in den Vordergrund, dass das Produkt eine „gesünder“ Alternative zur normalen Zigarette sei. Das deuten auch die europäischen Ärzte an, die in ihren Brief an die EU-Entscheider appellieren: „Während herkömmliche Rauchstopp-Ansätze nicht weiterführen, können mit Hilfe von E-Zigaretten sieben bis zwölf Millionen Raucher in der EU auf eine sicherere Alternative umsteigen.“ Gerade junge Raucher würden bei einer Einstufung als Medikament vielleicht wieder zur herkömmlichen Zigarette greifen.

Kommentare (38)

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Thomas

16.12.2013, 17:20 Uhr

Die Gesetzesvorlagen zur Einschränkung der E-Cigarette zeigen doch deutlich wessen Geistes Kind die E-Zigarettengegner sind. Jegliches wirksame Konkurrenzprodukt zu Tabak-Zigaretten soll verboten werden, dafür allerdings die Art von E-Zigaretten, die im Aussehen Tabak-Zigaretten nachahmen erhalten bleiben, und möglicht mit Markennamen üblicher Tabak-Zigaretten erhältlich sein. Erstaunlicherweise eben die Produktschiene, die die Tabakindustrie gerade aufkauft.
Die "Nicht bestehenden Medizinischen Langzeitstudien" können durch bestehende Studien über die Inhaltsstoffe z.B. in Verwendung als Disco-Nebel klar abgedeckt werden. Der Erfolg der E-Zigarette bei der Rauchentwöhnung ist meines Achten nach gerade der KEIN Arzneimittel zu sein, und vom Raucher eben nicht einzufordern, seine Gewohnheiten abzulegen. Ich wollte die E-Zigarette nur zum Überbrücken von Raucherverboten nutzen, und war nach 3 Monaten "nikotinfrei" und nach einem Halben Jahr versauerte auch die Dampfe im Regal.

Borsti

16.12.2013, 17:26 Uhr

Es wurden bisher weit über 100 Studien zur E-Zigarette erstellt, obwohl sie vermutlich eigentlich eine Gefahr zeigen sollten zeigen die Studien ausnahmslos wie harmlos die E-Zigarette in wirklichkeit ist.
Eine Übersicht bisheriger Studien gibt es hier.
http://www.vaping-star.de/studies-database

Dampfdriver

16.12.2013, 17:51 Uhr

Es ist schon erstaunlich, wie zum Beispiel eine Linda Mc Avan Ihre Position nutzt, um mit allen Mitteln eine Einstufung der E-Zigarette als Pharmaprodukt voran zu treiben.
Da wäre natürlich der Pharma-sowie auch der Tabakindustrie gedient.
Ob da auch von Beiden Geld fliesst?

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