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11.02.2012

11:31 Uhr

EU-Kommissar

Oettinger empfiehlt Energie-Konzernen Fusionen

EU-Energiekommissar Günther Oettinger sieht deutsche Energiekonzerne im Branchenvergleich nur in der Regionalliga. Für einen Aufstieg in die Riege der Global Player empfiehlt er Fusionen - etwa der Konzerne RWE und Eon.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger. dpa

EU-Energiekommissar Günther Oettinger.

BrüsselEU-Energiekommissar Günther Oettinger macht sich für Fusionen von deutschen Energiekonzernen stark - und erhofft sich davon sinkende Preise für die Verbraucher. Im Weltmaßstab spielten viele Energieriesen nur in der Regionalliga, sagte der deutsche EU-Kommissar in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Brüssel. „Es ist unser Interesse, Champions oder Global Players zu haben“. Dies sei der Anspruch der deutschen Standortpolitik in allen wichtigen Sektoren wie der Chemie, der Autoindustrie oder im Maschinenbau.

„Nur im Energiebereich haben wir eine umgekehrte Entwicklung. Die nicht ganz Großen sind im europäischen Maßstab eher geschwächt“, sagte der CDU-Politiker. Energieriesen wie die US-Konzerne Exxon und Chevron, der russische Gaslieferant Gazprom oder auch der französische Stromriese EDF dominierten den Markt. Oettinger plädiert deshalb für einen nationalen Player von entsprechender Größe. Zuletzt hatte Oettinger eine Fusion des Essener Konzerns RWE und Eon ins Gespräch gebracht. Deutschlands Energiekonzerne stehen wegen des beschlossenen Atomausstiegs unter Druck.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Valecchi_2004

14.02.2012, 11:47 Uhr

Verstärkt kommen aktuell aus Baden-Würrtemberg neue Überlegungen für eine dezentral und kleinteilig organisierte Gewinnung von Strom, Wärme und Kälte in Deutschland und in der EU. Die aktuelle, schlingernde Entwicklung über den massiven Netzausbau für den Energietransport geht aus Sicht zahlreicher Analysten und Marktbeobachter, insbesondere aus Sicht der unmittelbar betroffenen süddeutschen Bundesländer, am Thema für eine nachhaltige Energieversorgung vorbei. Bekanntlich wird in den Fachbereichen der Wirtschaftspolitik mit dem Ressort Umwelt und dem Wirtschaftsministerium aktuell um den „richtigen Weg“ gerungen und die Förderung der Photovoltaik sukzessive heruntergefahren, weil für den Standort Deutschland die Effizienzausbeute von Windkraft passgenauer erscheint, ergänzt durch Wasserkraft sowie Verstromung von Erdgas.„Firmen müssten ebenso wie Privathäuser ihre eigenen Energieressourcen besser nutzen und sich in überschaubare Abhängigkeiten von externen Energielieferanten begeben“, kommentieren Markt- und Fachexperten aus Süddeutschland. Dies sei nicht nur die sicherste und einfachste, sondern auch die kostengünstigste Variante. Deshalb sollte stets geprüft werden, in welcher Höhe die Einfuhrvereinbarungen liegen sollten. Je höher die Einfuhrmengen, je höher die Abhängigkeiten, insoweit EU-Kommissar Oettinger Recht zu geben. Der Bürger merkt: es wieder aktuell gerungen, um den richtigen Weg in der Energiewende.
Sandro Valecchi, 10555 Berlin

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