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15.12.2016

12:16 Uhr

EU-Parlament

Einigkeit bei Reform des CO2-Handels

Die EU will den Handel mit Verschmutzungsrechten für den Ausstoß von Kohlendioxid verschärfen. Nun ist die Reform einen Schritt vorangekommen. Nach 2020 sollen mehr CO2-Zertifikate aus dem Markt entzogen werden.

Die EU will den Handel mit Verschmutzungsrechten etwas einschränken. dpa

Umweltschutz

Die EU will den Handel mit Verschmutzungsrechten etwas einschränken.

BrüsselDie Reform des Handels mit Verschmutzungsrechten in der Europäischen Union ist einen Schritt vorangekommen. Der Umweltausschuss des EU-Parlaments einigte sich am Donnerstag auf einen stärkeren Entzug von CO2-Zertifikaten aus dem Markt für die Jahre nach 2020 als von der EU-Kommission geplant.

Ab 2021 sollen demnach pro Jahr automatisch 2,4 Prozent der Zertifikate dem Markt entzogen werden. Die EU-Kommission hatte eine Rate von 2,2 Prozent vorgeschlagen. Zudem will der Umweltausschuss 800 Millionen Zertifikate komplett löschen lassen. Diese Zahl kann sich noch einmal um 200 Millionen erhöhen. Von 2018 bis 2022 soll die Rate, mit der die sogenannte Marktstabilisierungsreserve (MSR) überschüssige Zertifikate aufnimmt, auf 24 Prozent erhöht werden.

Die EU will den Handel mit Verschmutzungsrechten für den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids verschärfen. So soll die Zahl der ausgegebenen Zertifikate gekürzt werden, wodurch ihr Preis steigen dürften. Damit sollen die Klimaziele der EU bis 2030 erreicht und umweltschonende Technologien gefördert werden.

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Das gesamte EU-Parlament wird über die Pläne des Umweltausschusses voraussichtlich im Februar abstimmen. Im EU-Rat, in dem die Mitgliedsländer vertreten sind, ist man Diplomaten zufolge aber noch nicht so weit. Bei der Sitzung der Umweltminister am kommenden Montag in Brüssel sei noch nicht mit einer gemeinsamen Position zu rechnen. Der nächste Versuch werde beim Treffen im Februar unternommen. Erst wenn EU-Parlament und EU-Rat eine Einigung erzielt haben, kann die Reform umgesetzt werden.

Von

rtr

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