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05.12.2014

14:27 Uhr

EU-Pläne

De Maizière verteidigt Flüchtlingszentren in Drittländern

Flüchtlingsorganisationen wie Pro Asyl kritisieren EU-Pläne für Flüchtlingszentren in Drittländern, Bundesaußenminister Thomas de Maizière verteidigt sie: „Europa muss nach Lösungen suchen“.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU): Kritiker wie die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl argumentieren, Auffanglager hielten die Flüchtlinge nicht vom gefahrvollen Weg über das Mittelmeer ab. dpa

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU): Kritiker wie die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl argumentieren, Auffanglager hielten die Flüchtlinge nicht vom gefahrvollen Weg über das Mittelmeer ab.

BrüsselBundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat EU-Pläne für Flüchtlingszentren in Drittländern verteidigt. „Der jetzige Zustand ist, dass die Starken sich durchsetzen“, sagte de Maizière, der am Freitag an einem Treffen der EU-Innenminister in Brüssel teilnahm. „Dass Frauen und Mädchen in Bordellen in Europa landen, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken und das noch mit wahnsinnigen Gewinnen von diesen Menschenhändlern.“ Am Freitagmorgen kamen nach Angaben der italienischen Marine erneut 17 Flüchtlinge auf einem Schlauchboot vor der italienischen Küste ums Leben.

Kritiker wie die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl argumentieren, Auffanglager hielten die Flüchtlinge nicht vom gefahrvollen Weg über das Mittelmeer ab. Zudem gebe es in den Ländern Nordafrikas keine rechtsstaatlichen Garantien für die Prüfung von Asylanträgen. Die EU-Staaten diskutieren derzeit über solche Anlaufstellen für Flüchtlinge. Bereits dort soll die Entscheidung fallen, wer legal nach Europa kommen darf und wer in seine Heimat zurückkehren muss. Zusammen mit einer Stärkung der EU-Außengrenzen soll dies Schleusern das Geschäft erschweren, argumentiert de Maizière.

Er sei sich der Einwände bewusst, so de Maizière. Dennoch müsse Europa nach Lösungen suchen. Es sei lohnender „mal eine Überlegung anzustellen, ob es nicht andere Wege gäbe, (...) als nur Gegenargumente aufzuhäufen.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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Frau Margrit Steer

05.12.2014, 18:09 Uhr

Das wollte schon Schily, der Innenminister der Rot-Grünen Koaliton und das ist auch der richtige Weg.
Aber man muß den Schleppern das Wasser abdrehen und das wäre gar nicht mal so schwierig.
Das Land, von welchem städig die Boote fahre, erhalt von der EU Geld und sorg dafür, dass dort kein Boot mehr abfährt.
Und wenn die Leute in Flüchtligslagern auf dem afrikan. Kontinent laden, wird es wol mit diesen getürkten Fluchten vorbei sein,
Eine Ausnahme sollte man den syr. wirklichen Flüchtlingen machen,
Die braucehn Hilfe und de müßten wir, also Europa dort rausholen

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