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02.03.2016

02:48 Uhr

EU-Vergleich Männer und Frauen

Lohnlücke ist in Deutschland mit am größten

Das Einkommen für Männer und Frauen ist europaweit unterschiedlich, doch nur in wenigen Ländern klafft die Schere so weit auseinander wie in Deutschland. Auch die Aufstiegsmöglichkeiten sind gering.

Schwieriger Weg zum Chefposten: In Deutschland verdienen Frauen immer noch wesentlich weniger als Männer. dpa

Chefin

Schwieriger Weg zum Chefposten: In Deutschland verdienen Frauen immer noch wesentlich weniger als Männer.

BerlinDie Differenz bei den Löhnen für Männer und Frauen ist einem Bericht zufolge in Deutschland so groß wie in kaum einem anderen europäischen Land. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe in ihren Mittwochsausgaben unter Berufung auf eine Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion berichteten, beträgt der Unterschied beim Bruttolohn durchschnittlich 21,6 Prozent. Nur in Estland (28,3 Prozent) und in Österreich (22,9 Prozent) ist er demnach noch größer.

Werden Faktoren wie die Branche, Hierarchie oder Teilzeitbeschäftigung abgezogen, bleibt den Berichten zufolge noch immer eine Differenz von durchschnittlich sieben Prozent beim Bruttoverdienst. Die Bundesregierung beklagt in ihrer Antwort demnach eine "zumeist mittelbare Benachteiligung" bei den Einkommen von Frauen. Sie hätten weniger berufliche Chancen, Einkommensperspektiven sowie Förder- und Aufstiegsmöglichkeiten.

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Linken-Fraktionsvize Sabine Zimmermann sagte den Funke-Zeitungen, bei der sozialen Lage von Frauen "sind wir von Gleichberechtigung der Geschlechter noch weit entfernt". Es sei zwar gut, dass die Erwerbstätigkeit von Frauen in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen habe. "Aber die meisten können von ihren niedrigen Löhnen nicht leben und schon gar keine ausreichenden Rentenansprüche aufbauen", sagte sie mit Blick auf die hohe Zahl von Frauen in Teilzeit, befristeten Jobs oder Zeitarbeit.

Von

afp

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