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19.01.2011

12:04 Uhr

Euro-Absturz

Die große Angst der Deutschen

Glasklare Entscheidungen in der Euro-Krise lassen weiter auf sich warten. Wohl erst im März werden die Staats- und Regierungschefs Entscheidungen zur Absicherung der Gemeinschaftswährung gegen neue Krisen treffen. Das Thema beschäftigt auch die Deutschen. Ihre größte Zukunftsangst ist laut einer Umfrage die vor der anhaltenden Euro-Schuldenkrise.

Die Euro-Krise ängstigt die Deutschen. dpa

Die Euro-Krise ängstigt die Deutschen.

HB HANNOVER/BERLIN. Dies ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Forsa-Umfrage. Beinahe die Hälfte der Befragten (45 Prozent) gab an, dass ihnen die Stabilität der europäischen Gemeinschaftswährung derzeit die meisten Sorgen bereitet. Es folgen Sorgen vor einem erneuten konjunkturellen Einbruch (bei 40 Prozent), vor finanziellen Verlusten (bei 33 Prozent) und Befürchtungen wegen der „persönlichen Arbeitsplatzsituation“ (bei 31 Prozent der Befragten). Besonders ausgeprägt sind die Sorgen vor einer schwächelnden Währung bei Bundesbürgern mit einem Haushalts- Nettoeinkommen zwischen 1000 und 2000 Euro.

Unterdessen geht die Debatte über Konsequenzen aus der Euro-Krise weiter. Deutschland erwägt eine Umschuldung Griechenlands. Dabei solle es dem hochverschuldeten Land im Südosten Europas ermöglicht werden, eigene Staatsanleihen zurückzukaufen, berichtete die Wochenzeitung „Die Zeit“ am Mittwoch ohne Quellen zu nennen. Das Geld dafür solle Griechenland zu günstigen Konditionen aus dem Euro-Stabilitätsfonds EFSF erhalten. Im Gegenzug wolle die Regierung in Berlin neue Zusagen für eine stabilitätsorientierte Politik fordern.

Deutschland lehne zudem eine Anhebung der Ausleihesumme des EFSF nicht mehr grundsätzlich ab, berichtete die Zeitung weiter. Das müsse aber Teil eines dauerhaften Euro-Stabilitätspakets sein, welches beim EU-Gipfel am 24. und 25. März verabschiedet werden könne.

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) gab indessen dem Anleiheprogramm der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität EFSF mit einem Volumen von 27 Milliarden Euro die höchste Bonitätsnote „AAA“. Auch weitere Emissionen des Euro-Rettungsfonds dürften ein „AAA“-Rating erhalten, teilte S&P am Mittwoch mit. Die Garantien der mit „AAA“ bewerteten Staaten im Euro-Raum und die leicht verfügbaren Liquiditätsreserven, die in Papiere mit der Spitzenbonitätsnote investiert würden, sollten die Kapitalmarktschulden der EFSF decken, hieß es zur Begründung.

Kommentare (22)

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Thomas Melber, Stuttgart

19.01.2011, 13:14 Uhr

"„Mit mir nicht. ich sage für Deutschland ganz klar Nein“, sagte Merkel ..."

Dann eben ohne Frau Merkel. im übrigen spricht sie da wohl nur für sich, die bevölkerung Deutschlands denkt da nämlich anders.

NEIN zu dieser Politik

19.01.2011, 13:51 Uhr

Herrn Melber (1) kann ich nur zustimmen. Merkel mag den Euro und die EU retten wollen. Die deutsche bevölkerung denkt da anders. Wer im Euro bleibt, dem ist nicht zu helfen.
Was hat man uns damals versprochen? Der Euro - so stark wie die DM! Viele haben es nicht geglaubt und Recht behalten. Dazu muss man kein Volkswirt sein, logisches Denken reicht vollkommen.
Das allerdings ist den Politikern schon seit Jahrzehnten abhanden gekommen.
Warten wir mal auf das Urteil des bVerfG! Wenn das nicht eindeutig die bailouts als unrechtmäßig erklärt, dann "Gute Nacht, Deutschland!"

Morchel

19.01.2011, 14:10 Uhr

Alkoholkranker Schwadroniert von xxxxxxxxxxxxxxLLLLLLLLLL Aufschwung. Die FDJ schmiedete Kader die verdrängen, verfälschen, tricksen tarnen täuschen bis nichts mehr geht, aber dann, das waren wir nicht, niemals haben wir mit der Sache was zu tun, wir wollten den Euro auch nicht. Genschmen tröstet Gido. Helmuth den Peer alles wird gut, wo bekommen wir ein anderes Volk her, ganz einfach wir öffnen den Arbeitsmarkt die Penner hier wollen ja nicht arbeiten.

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