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05.08.2013

12:51 Uhr

Euro, Energie, Steuern

Spitzenpolitiker fechten DeutschlandDuell aus

Machen die Parteien tatsächlich alle das Gleiche? Nein! Euro, Energiewende oder die Steuerfrage bieten eine Menge Zündstoff. Deshalb bitten wir vor der Wahl zum DeutschlandDuell. Den Anfang machen zwei Umweltminister.

Die ersten Duellanten: Peter Altmaier (CDU) und  der Grüne Robert Habeck (r.)

Die ersten Duellanten: Peter Altmaier (CDU) und der Grüne Robert Habeck (r.)

Düsseldorf/BerlinDie Energiewende – gut gedacht, aber schlecht gemacht? Ist der Euro nun Europas Meisterstück oder Europas Verderben? Wie sieht es mit der Generationenfrage in Deutschland aus? Müssen Steuern rauf oder runter? Fragen, die vor der Bundestagswahl kontrovers diskutiert werden und Zündstoff bieten für das DeutschlandDuell von Handelsblatt Online und Zeit Online.

An vier Abenden treten die Duellanten im Veranstaltungsraum der „Zeit“ in Berlin gegeneinander an, ausgefochten werden die zentralen Themen des Wahlkampfs. Der Startschuss fällt am Dienstag, 13. August, um 18 Uhr. Dann stehen sich Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und Robert Habeck (Grüne), Umweltminister in Schleswig-Holstein, gegenüber. Ihre Streitfrage: „Energiewende - gut gedacht, aber schlecht geplant?“

Mitdiskutieren können auch unsere Leser: Wer live vor Ort mit dabei sein möchte, muss sich eine Karte reservieren. Auf der Buchungsseite finden sich auch die Links zu den Anmeldeformularen für die weiteren drei Veranstaltungen. Beteiligen können Sie sich aber auch via Twitter und per Mail. Schicken Sie uns einfach Ihre Fragen, Anregungen, Diskussionsbeiträge unter dem Hashtag #dduell oder per Mail an deutschlandduell@handelsblatt.com

Nach der Energiewende geht es beim zweiten DeutschlandDuell am 22. August ab 18 Uhr um die Frage: „Der Euro – Europas Meisterstück oder Europas Verderben?“. Die Eurokrise und die Zukunft Europas sind als Thema immer noch brandaktuell. Die gemeinsame Währung, die einst das Sprungbrett zu einem politisch geeinten Europa sein sollte, polarisiert angesichts der vielen ungelösten Probleme mehr denn je. Ein Patentrezept zur Lösung der Krise gibt es nicht. Die Politik tut sich schwer mit der Eindämmung neuer Risiken. Und der harte Sparkurs, der den schuldengeplagten Südländern verordnet wurde, stößt bei den betroffenen Bürgern auf teilweise massiven Widerstand. Zumal der immense Spardruck die Lage der Länder nicht verbessert. Im Gegenteil: Die Statistikbehörde Eurostat wies jüngst darauf hin, dass der Schuldenstand im Euro-Raum sogar steigt. Wo stehen wir also heute – und welche Antworten muss die Politik auf die Krisenproblematik geben? Antworten auf diese Fragen gibt es von Bernd Lucke, Chef der Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) und Ralph Brinkhaus, CDU-Abgeordneter und Mitglied im Bundestags-Finanzausschuss. Es moderiert Oliver Stock, Chefredakteur von Handelsblatt Online.

Am 3. September heißt es ab 19 Uhr: „Generationen und soziale Gerechtigkeit“. Es duellieren sich Sascha Vogt, der Bundesvorsitzende der Jusos, und Katharina Nocun, die in diesem Frühjahr von der Piratenpartei zur Politischen Geschäftsführerin gewählt wurde.

Beim vierten und letzten DeutschlandDuell vor der Bundestagswahl stehen sich am 11. September, ab 18 Uhr Lisa Paus, Obfrau der Grünen im Bundestags-Finanzausschuss, und Martin Lindner, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, gegenüber. Ihr Thema: Steuern rauf oder runter – was bringt mehr Gerechtigkeit? Schon vor vier Jahren gab es einen Steuerwahlkampf. Damals versprach vor allem die FDP eine radikale Umkehr im System. „Einfach, niedrig und gerecht“ sollte es zugehen. Doch durchgesetzt haben die Liberalen ihr Versprechen nicht. Erst scheiterten sie an CDU-Finanzminister Wolfgang Schäuble, dann an der Euro- und Staatsschuldenkrise. Der vielfach geäußerte Wunsch, dass es gerechter zugehen solle im Steuersystem, ist aber geblieben.

Dass sich etwas ändern muss, dürfte allen klar sein. Denn die gute Konjunktur, ordentliche Gewinne der Unternehmen und kräftige Lohnerhöhungen in Verbindung mit mehr Beschäftigten lassen die Steuern üppiger denn je sprudeln. Klar, dass auch die Bürger davon profitieren wollen. Antworten geben die Parteien in diesem Bundestagswahlkampf – doch an der Gerechtigkeitsfrage scheiden sich die Geister. SPD, Grüne und Linkspartei wollen die Steuerlast für Gut- und Spitzenverdiener sowie Vermögende deutlich nach oben schrauben und Geringverdiener im Gegenzug entlasten. Für Union und FDP sind Steuererhöhungen dagegen tabu. Vielmehr sollen schleichende Mehrbelastungen durch den Steuertarif („kalte Progression“) verhindert werden. Nur welcher Weg ist der Richtige?

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

05.08.2013, 13:54 Uhr

"Antworten auf diese Fragen gibt von Bernd Lucke, Chef der Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) und Ralph Brinkhaus, CDU-Abgeordneter und Mitglied im Bundestags-Finanzausschuss. Es moderiert Oliver Stock, Chefredakteur von Handelsblatt Online. "

Wieso AfD und CDU? Beides sind konservative Parteien, die künftig koalieren wollen. Interessant wären Meinungen fortschrittlicher Gesprächspartner dazu!

Oder sollen die "Alles für Deppen" hausfein gemacht wrden? Man hat den Eindruck, dass die Wirtschaft diese Chaoten pusht!

SteuerKlasseEins

05.08.2013, 13:59 Uhr

Vor dem März 2011 war die "Energiewende" nur ein Wunschtraum der Grünen, sozusagen das EEG 2.0. Kaum passiert ein Opfer-loser Industrieunfall am andern Ende der Welt (Japan) und ein Paar Jahre CDU/FDP Herrschaft, und jetzt ist die Energiewende "alternativlos" und "unumkehrbar" - alle Parteien die zur Wahl stehen, mit Ausnahme einiger kleinen (AfD, PdV) lassen uns nur die Wahl zwischen unterschiedlichen Nuancen ein und derselben Grünen Energiewende.
Die Frage ist also, was sollen Leute wählen, die GEGEN die Grünen sind, und die GEGEN Energiewende, GEGEN Klimaschutz, FÜR billige Energie sind? Haben diese Leute überhaupt noch eine "Wahl" oder hat das System für diese Minderheiten keinen Platz mehr und sie müssen auswandern?

Schneeflittchen

05.08.2013, 14:03 Uhr

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