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29.03.2011

22:32 Uhr

„Euro ist stabil“

Grassierender Schuldenvirus lässt Schäuble kalt

Dass Länder wie Portugal und Griechenland noch schwer mit dem Schuldenvirus zu kämpfen haben, beeindruckt Finanzminister Schäuble wenig. Er hält den Euro wieder für stabil und die Krisen-Gefahr gebannt.

Wolfgang Schäuble. Quelle: dapd

Wolfgang Schäuble.

PekingFinanzminister Wolfgang Schäuble sieht nach dem EU-Gipfel das Vertrauen der Finanzmärkte in die Stabilität der Euro-Zone zurückkehren. "Die Beschlüsse werden als geeignet erachtet, den Euro nachhaltig zu stabilisieren", sagte Schäuble am Dienstag in einem Reuters-Interview auf dem Flug zu einem G20-Währungsseminar in China. Die Gefahren, dass andere Länder etwa durch die Probleme in Portugal angesteckt würden, seien heute deutlich geringer als noch vor einem Jahr.

Zur Stabilisierung des Welt-Währungssystems müsse dieses stärker für die Globalisierung geöffnet werden. Ziel müsse sein, dass auch die Währungen der BRIC-Staaten frei konvertibel würden.

Der EU-Gipfel hatte am Freitag ein Paket zur Stabilisierung des Währungsgebietes beschlossen, darunter einen dauerhaften, 500 Milliarden Euro schweren Krisenmechanismus ab 2013. "Wie die Reaktionen der Finanzmärkte zeigen, ist das Vertrauen, dass das Paket umgesetzt wird, vorhanden", sagte Schäuble: "Das Problem der Ansteckungsgefahr, das letztes Jahr dominierende war, ist im Augenblick deutlich geringer." So habe das Scheitern des Sparpakets im portugiesischen Parlament vergangene Woche nicht zu einer sofortigen Ansteckung anderer Länder geführt.

Zugleich machte Schäuble klar, dass Portugal seine Zusagen erfüllen müsse: "Ob es das mit oder ohne Beistand durch den EFSF macht, ist eine Sache, die die Portugiesen selbst entscheiden können." Die Euro-Länder hätten am 11. März übereinstimmend beurteilt, dass die portugiesischen Konsolidierungsmaßnahmen ausreichend seien. Daran habe sich seitdem nichts geändert. Die Ratingagentur S&P hatte Portugals Bonität am Dienstag zum zweiten Mal binnen Tagen heruntergestuft. Experten gehen davon aus, dass das Land unter dem Rettungsschirm Schutz suchen wird.

"Auch Spanien hat beachtliche Reformmaßnahmen auf den Weg gebracht", sagte Schäuble. Das Land werde vom Kapitalmarkt wieder positiver beurteilt, wie jüngste Anleihe-Platzierungen gezeigt hätten. Mit Blick auf Irland sagte Schäuble, wenn die Regierung die Konditionen für die Kredite des provisorischen Euro-Rettungsschirms EFSF neu verhandeln wolle, müsse sie aufzeigen, wo sie zusätzliche Maßnahmen ergreifen wolle: "Das ist eine klare Voraussetzung, der Ball liegt bei den Iren."

Kommentare (11)

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Dummschwaetzer

29.03.2011, 22:36 Uhr

Dummes Geschätz!
Haupsache Euro stabil und wir bals Pleite

Vivarium

29.03.2011, 22:58 Uhr

Dummschwätzer, Herr Schäuble möchte offenbar Mitglied der künftigen EU- , besser noch Weltregierung werden. Dann ist es besser, er ignoriert nationale Interessen. Ihm ist auch egal, wie deutsche Bürger die Zeche zahlen. Es zählt nur noch Europa/die WeltEr bekommt aus mehreren Ecken Diäten/Pensionen.

Die_Parteien_pluendern_das_Volk

30.03.2011, 00:05 Uhr

Schäuble ist finanzwirtschaftlicher Laie (von Haus aus Jurist) und daher redet er auch so naiv daher und schmeisst so locker mit den Schuldenbürgschaften und Bareinzahlungen um sich.
.
Während hierzulande die Verkäuferin ihren alten Fiesta nicht mehr volltanken kann, da das mittlerweile 60 Euro - ganz überwiegend Steuern ! - kostet, schmeissen die Bundestagsparteien (alle !) die hier gerafften Gelder sinnlos in europäische Fässer ohne Boden. Hier plündern die Mandatsträger das eigene Volk aus!

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