Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.03.2012

18:15 Uhr

Euro-Rettung

Meister will großen Schirm aufspannen

VonDonata Riedel

ExklusivUnionsfraktionsvize Michael Meister möchte den Euro-Rettungsschirm aufstocken. Wenn der Schirm beeindruckend groß ausfalle, werde ihn an den Finanzmärkten niemand testen wollen.

Möchte einen "beeindruckend großen" Rettungsschirm: Michael Meister (CDU), stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. dapd

Möchte einen "beeindruckend großen" Rettungsschirm: Michael Meister (CDU), stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

BerlinUnionsfraktionsvize Michael Meister (CDU) hat sich für eine Aufstockung der Euro-Rettungsmittel ausgesprochen. Dabei sollten die Euro-Finanzminister bei ihrem Treffen am 30./31. März in Kopenhagen nicht zu zögerlich vorgehen.

„Sobald wir eine Debatte darüber haben, ob der Schirm groß genug ist, bekommen wir ein Problem“, sagte Meister dem Handelsblatt. Wenn der Schirm dagegen beeindruckend groß ausfalle, dann werde ihn an den Finanzmärkten niemand testen wollen. Ein großer Schirm biete Schutz vor einem Bürgschaftsausfall.

„Wenn wir wollen, dass die Europäische Zentralbank in aller Unabhängigkeit künftig weniger zur Euro-Rettung beitragen muss, dann muss die Politik mehr tun“, sagte Meister. „Die Zentralbank hat richtig gehandelt, aber dies sollte nur temporär sein“, sagte der CDU-Politiker mit Blick auf die rund eine Billion Euro an Liquidität, welche die EZB den Banken zinsgünstig bereitgestellt hat.

Kommentare (12)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Analyst

22.03.2012, 18:40 Uhr

Dumm, dümmer, Meister!
Wann stellt jemand diesen Vorksverräter ab?!

daprode

22.03.2012, 18:53 Uhr

Warum darf Unionsfraktionsvize Michael Meister sowas ungestraft in der HB sagen? Was ist den gross genug? Warum machen wir nicht Zusagen für 1000 Trillionen Herr Meister?

liberalissimus

22.03.2012, 18:58 Uhr

Es zeugt von einer sehr eindimensionalen Denkweise, die Macht der Finanzmärkte allein durch eine aufgeblähte Geldmenge beeindrucken zu wollen. Die Auswirkungen der Geldflutung werden früher oder später auch im Realmarkt ankommen und dann für eine horrende Inflation sorgen. Das hilft zwar dem Staat als Schuldner, vernichtet aber den Wert des Sparvermögens der Bürger. Insofern könnte man fast eine „meisterliche“ Strategie dieser Regierungspartei unterstellen. Wie so vieles ist auch dieser Vorschlag – trotz wiederholter gegenteiliger Behauptungen – nicht vom Ende her gedacht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×