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07.03.2012

11:35 Uhr

Euro-Rettung

Schäuble beziffert Risiko auf 72,9 Milliarden Euro

VonDonata Riedel

Erstmals hat das Finanzministerium zusammengestellt, mit wie viel Geld Deutschland bei der Euro-Rettung ins Risiko gegangen ist. Die Summe ist so groß wie der Verteidigungs-, Verkehrs- und Gesundheitshaushalt zusammen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). dapd

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

BerlinBisher ist die Euro-Rettung für den Steuerzahler ein gewinnträchtiges Kreditgeschäft: Der Bund hat bis Ende 2011 von Griechenland 380 Millionen Euro Zinsen für die Hilfskredite aus dem ersten Hilfspaket bekommen.

Erstmals hat das Finanzministerium jetzt auf Anfrage des Haushaltsausschusses genau zusammengestellt, mit wie viel Geld Deutschland bei der Euro-Rettung ins Risiko gegangen ist: Insgesamt beläuft sich der deutsche Anteil an den Hilfspaketen I und II für Griechenland sowie den Programmen für Portugal und Irland auf 72,9 Milliarden Euro - so viel wie Verteidigungs-, Verkehrs- und Gesundheitshaushalt in Deutschland 2011 zusammen ausmachten.

Der Löwenanteil an Krediten und Garantien mit zusammen 60,2 Milliarden Euro wurde für Griechenland zusammengestellt. Aus dem ersten Hilfspaket flossen aus Deutschland bisher über die staatliche KfW-Bankengruppe 15,17 Milliarden Euro an Krediten. Weitere 7,23 Milliarden Euro sollen über den vorläufigen Rettungsfonds EFSF ausgezahlt werden. Das zweite Hilfspaket besteht aus Garantien für Kredite, die der EFSF an Griechenland vergeben wird.

Deutschland ist an diesem 130 Milliarden Euro schweren Paket mit maximal 37,8 Milliarden Euro beteiligt. Wenn sich der Internationale Währungsfonds ebenfalls beteiligt - was wahrscheinlich ist - kann der deutsche Anteil noch um etwa zwei bis drei Milliarden Euro sinken. Im Rettungsfonds EFSF sind abzüglich der Hilfsprogramme noch 241 Milliarden Euro übrig. Die hohen Garantiesummen bedeuten, dass Deutschland keinerlei Interesse an einem Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone haben kann. Käme es dazu, würden die bis dahin ausgereichten Garantien fällig, und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) müsste das Geld aus dem Bundeshaushalt überweisen. Gelingt es jedoch, Griechenland in den nächsten Jahren zu stabilisieren, werden im besten Fall gar keine Zahlungen fällig.

Kommentare (16)

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Thomas-Melber-Stuttgart

07.03.2012, 12:16 Uhr

Welches Risiko? Man hat uns doch versichert, daß GR alles auf Heller und Pfennig (bzw. Euro) zurückzahlt. Selbst ein griechischer Minister (oder war's sogar der MP?) hat das!

Account gelöscht!

07.03.2012, 12:17 Uhr

Zum Nachdenken. Wie oft und mit wieviel Milliarden wurde damals die D-Mark gerettet? Das zeigt doch das der Euro eine komplette fehlkonstruktion ist wo uns alle noch in den Bankrott treibt!

Account gelöscht!

07.03.2012, 12:27 Uhr

Wer hat denn die Zahl gewürfelt? Oder ist das bei Sudoku raugekommen ;-) ???

Wir das Volk werden nur noch für Dumm verkauft von unseren Volksverkäufern!

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