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17.11.2011

15:57 Uhr

Euro-Rettungsfonds

Schäuble-Berater hält EFSF für zu klein

VonDonata Riedel

Die Skepsis über den Euro-Rettungsfonds EFSF wird auch von Ratgebern der Regierung geteilt. Deshalb wird nun eine Einbindung des IWF erwogen.

Schuldenkrise in der Euro-Zone. dpa

Schuldenkrise in der Euro-Zone.

BerlinDer Finanzwissenschaftler Jörg Rocholl, Interimspräsident der privaten Wirtschaftshochschule ESMT in Berlin, hält das Volumen des Fonds mit 440 Milliarden Euro für „wahrscheinlich nicht ausreichend“, sagte er dem Handelsblatt (Freitagsausgabe). Rocholl ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Bundesfinanzministeriums, der Minister Wolfgang Schäuble (CDU) berät.

Rocholl erwartet, dass zur Lösung der Euro-Krise nicht die Europäische Zentralbank stärker eingebunden wird, sondern der IWF. „Ich könnte mir aber vorstellen, dass Deutschland und Frankreich eher versuchen werden, den IWF ergänzend zum EFSF einzubinden, als Änderungen am Auftrag der EZB anzustreben“, sagte er. Denn anders als die EZB könne der IWF Bedingungen in den Ländern durchsetzen, die Hilfen bekommen. „Und soweit ich weiß, wäre es rechtlich möglich, dass der IWF sich notfalls Mittel bei der EZB beschaffen könnte“, sagte Rocholl.

Kommentare (3)

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Rainer_J

18.11.2011, 00:45 Uhr

Zitat:„Und soweit ich weiß, wäre es rechtlich möglich, dass der IWF sich notfalls Mittel bei der EZB beschaffen könnte"

Und soweit ich weiß, brennt Papier wenn man es ins Feuer wirft!

Was sollen solche dämlichen und demokratiefeindliche Vorschläge eigentlich?

Leute wie Rocholl sollte man auf brennende Euroscheine rösten.

Schäuble sollte unfreiwillig an der Vierschanzentournee teilnehmen müssen.

Keiner schafft es schneller abwärts!

Account gelöscht!

18.11.2011, 07:05 Uhr

Was de jure möglich ist, wird sich de facto als schwachsinnig herausstellen. Was bewiesen werden wird, wetten?

svebes

18.11.2011, 09:24 Uhr

Oha, da wird aber mit dem Zaunpfahl auf die Hintertür gezeigt. Wie kann man die EZB doch noch stärker in die Pflicht nehmen? Diese Goldmann Sachs Riege um Draghi hat ja eh schon extrem Anleihen aufgekauft und Monti hat , wie es die Art von Bankstern ist, heimlich den Rest klar gemacht. Unsere Politiker können sich mit diesem Schachzug noch an ihren Pfründen festkrallen, ohne das der gemeine Bürger merkt wie er wiedermal hintergangen wurde. what a game . . .

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