Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.08.2011

19:12 Uhr

Euro-Rettungspaket

Merkel will kein Gold als Kreditsicherheit

Den Vorschlag von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, von verschuldeten Euro-Ländern Goldreserven als Sicherheit für Kredite zu verlangen, lehnt Kanzlerin Angela Merkel ab.

Angela Merkel: Die Kanzlerin ist gegen Goldreserven als Sicherheit für Kredite. dapd

Angela Merkel: Die Kanzlerin ist gegen Goldreserven als Sicherheit für Kredite.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel will von verschuldeten Euro-Länder keine Goldreserven als Sicherheit für Kredite verlangen. In einer Sondersitzung der Unionsfraktion zu Euro-Rettung und Schuldenkrise am Dienstagabend in Berlin lehnte sie einen entsprechenden Vorschlag von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (beide CDU) ab. Nach Teilnehmerangaben sagte sie: „Ich rate, diesen Weg nicht weiter zu beschreiten.“ 

Doch von der Leyen ist nicht die einzige, die angesichts der anhaltenden Skepsis, ob die Euro-Staaten sich nicht doch noch auf Eurobonds verständigen, in die Offensive geht. Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion und Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand, Michael Fuchs, fordert potentielle Krisenstaaten wie Italien auf, Teile ihrer Goldreserven zu verkaufen, bevor sie auf europäische Hilfen zurückgreifen. „Die Italiener haben mit die größten Goldreserven der Welt“, sagte er dem Handelsblatt.

„Wenn Italien Teile davon veräußert, müsste es keine neuen Anleihen begeben“, sagte Fuchs.„Das würde den Anleihemarktentspannen und die wilden Spekulationen auf Gold eindämmen.“ Mit solchen Maßnahmen würden Angriffe auf einzelne Staatenbeendet werden.

In Teilen der Fraktion herrschte Unverständnis über Merkels ablehnende Haltung, die auch Fraktionschef Volker Kauder (CDU) vertritt. Kauder sagte zu von der Leyens Vorstoß: „Wir sollten die Diskussion, die die Finnen begonnen haben, nicht fortsetzen.“ 

Finnland hatte mit Griechenland eine Extra-Sicherheit als Gegenleistung für Hilfskredite ausgehandelt. Damit soll der Beitrag Helsinkis an den Athen-Hilfen abgesichert werden. So wurde Finnland trotz seiner Bedenken beim EU-Gipfel am 21. Juli für ein neues Milliarden-Hilfspaket für Griechenland mit ins Boot geholt. 

Kommentare (49)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Moika

23.08.2011, 19:44 Uhr

Kann sich diese Ministerin nicht besser um ihre sieben Kinder kümmern, statt jetzt auch noch zu diesem Thema dumm rumzuschwafeln?

Wir kriegen die Eurozone schon kaputt, daran habe ich jetzt fast keinen Zweifel mehr. Politik an sich kann nicht intelligent oder dumm sein, schließlich wird sie von Menschen gestaltet. Nur - wie blöde die sich z.Zt. verhalten, läßt mich langsam an Allem zweifeln.

Pendler

23.08.2011, 19:44 Uhr

Frau Merkel und der Hitler-Virus

Frau Merkel verschachert wieder unsere Zukunft.
In ihrem Größenwahn tut sie so, als ob Dt. generell ALLES BEZAHLEN kann. Wie bei Hitler, auch dieser braune Volksverführer hat den Dt. eingeredet, dass sie ALLES können.

Das Ergenis waren 50 Mio. Tote
und ein zerstörtes Dt.

Frau Merkel will unserer Generation aber dafür ein ausgebomtes Finanzsystem hinterlassen.

Manilensis

23.08.2011, 19:47 Uhr

Warum?
Frau von der Leyen hat doch Recht oder bekommen Sie einen Bankkredit ohne Sicherheiten?

Ach so, hoffentlich bewahrheitet sich Ihre Vermutung, daß wir die Eurozone "kaputt" kriegen - es wäre nicht schade drum

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×