Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.12.2011

16:24 Uhr

Euro-Verdienste

Schäuble erhält Karlspreis

Ehrung für Wolfgang Schäuble: Der Finanzminister bekommt für seine Verdienste für Europa den Karlspreis verliehen. Mit der Preisvergabe habe das Direktorium ein Zeichen setzen wollen, sagte ein Sprecher.

Wolfgang Schäuble darf sich freuen. Für seine Verdienste um den Euro bekommt er den Karlspreis verliehen. dapd

Wolfgang Schäuble darf sich freuen. Für seine Verdienste um den Euro bekommt er den Karlspreis verliehen.

AachenFür seine „herausragenden Verdienste“ um Europa erhält Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) im kommenden Jahr den Internationalen Karlspreis zu Aachen. Das teilte das Karlspreis-Direktorium am Samstag im Aachener Rathaus mit. Schäuble ist der 54. Träger der renommierten Auszeichnung.

Das Direktorium würdige mit dem Preis die „bedeutenden Beiträge“ Schäubles zur Stabilisierung der europäischen Währungsunion und zur Vertiefung des Einigungsprozesses, sagte der Sprecher des Gremiums, Jürgen Linden. Überdies solle die Rolle Schäubles als „Ideengeber“ und „wichtiger Akteur“ bei „nahezu allen Integrationsfortschritten“ der EU in den vergangenen drei Jahrzehnten ausgezeichnet werden.

Zwtl.: Europa ist Schäuble eine Herzensangelegenheit Europa sei für den 69-jährigen CDU-Politiker eine „Herzensangelegenheit und innere Überzeugung“, erklärte das Direktorium. Schäuble zähle auf nationaler wie internationaler Ebene zu den wenigen aktiven Politikern, die die europäische Einigung seit den 80er-Jahren begleitet hätten. Mit dem Preis werde Schäubles Lebenswerk gewürdigt, sagte der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU).

Mit der Vergabe der Auszeichnung an Schäuble reagiert das Karlspreis-Direktorium auch auf die aktuelle Krise. „Der Euro befindet sich im Augenblick in einer tiefen Krise. Die gesamte europäische Diskussion wird überlagert von Fragen zur Euro-Zone und zur Stabilität der gemeinsamen Währung“, sagte Linden. Das Direktorium habe viele weitere europäische Aspekte besprochen, etwa die Demokratisierungsdiskussion oder den Nord-Süd-Dialog, doch der Euro habe den Schwerpunkt der Debatte gebildet.

Auch die Möglichkeit, den Preis 2012 in der Euro-Krise nicht zu verleihen, sei besprochen worden. Ein anderes Thema als die Währungskrise zum Tenor der Karlspreis-Verleihung 2012 zu machen, „hätte möglicherweise jeder als Ausflucht empfunden“, sagte Linden.

Die Entscheidung für Schäuble sei vor allem vor dem Hintergrund gefallen, dass sich in seiner Person nicht nur die aktuelle Finanzdiskussion spiegele, sondern dass Schäuble sich bereits seit den 70er-Jahren vehement für die europäische Einigung einsetze und zu einem Garanten für die europäischen Integrationsfortschritte geworden sei.

Der Karlspreis wird seit 1950 verliehen und würdigt Verdienste um Europa und die europäische Einigung. Die Auszeichnung wird traditionell am Himmelfahrtstag verliehen - im kommenden Jahr ist das der 17. Mai. Im Sommer 2011 erhielt sie der damalige Präsident der europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet.

Von

dapd

Kommentare (24)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

MikeM

10.12.2011, 15:30 Uhr

Für seine Verdienste für Europa erhält er den Karlspreis. Für seine Verbrechen an Deutschland sollte man ihn für immer einsperren.

Radiputz

10.12.2011, 16:33 Uhr

Mein Gott, dieses beständige Beehren innerhalb des ständig sich gleichenden Beehrungszirkus im Kreis der ewig gleichen Leute, die zu beehren sind, grenzt so langsam an Manie. Mal alle 10 Jahre so ein Preis würde vollständig genügen.

bjarki

10.12.2011, 17:06 Uhr

Entschuldigung, bitte aber ich muss mich übergeben

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×