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27.03.2012

15:22 Uhr

Eurogruppe

Schäuble hat gute Chancen auf Chefposten

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hätte, so gut informierte Kreise in Brüssel und Berlin, gute Chance Nachfolger von Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Jucker als Eurogruppen-Chef zu werden.

Schäuble (re.) im Gespräch mit der Direktorin des IWF, Christine Lagarde, und Jean-Claude Juncker. dpa

Schäuble (re.) im Gespräch mit der Direktorin des IWF, Christine Lagarde, und Jean-Claude Juncker.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat gute Chancen, neuer Chef der Eurogruppe zu werden. Aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen in Brüssel und Berlin hieß es am Dienstag, die Personalie sei zwar noch nicht entschieden. Würde die Bundesregierung aber auf Schäuble dringen, wäre der 69-Jährige gesetzt. „Wenn Schäuble den Posten wollte, würde er ihn definitiv bekommen“, sagte ein EU-Vertreter, der mit dem Entscheidungsprozess vertraut ist.

Der Amtsinhaber, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, hat signalisiert, den Posten zum Sommer aufgeben zu wollen. Schäuble selbst hat bislang nicht öffentlich zu erkennen gegeben, ober er für das Amt zur Verfügung steht. Ein langjähriger Begleiter des CDU-Politikers gab aber zu verstehen, dass Schäuble das Amt übernehmen würde. In der Eurogruppe sind die Finanzminister der Eurostaaten vertreten. Ihr Vorsitzender hat maßgeblichen Einfluss darauf, über welche Themen bei den monatlichen Treffen verhandelt wird.

Von

rtr

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

27.03.2012, 16:21 Uhr

Die Frage die ich mir schon länger stelle, ist, warum geht Juncker?
Ein Mann der so viel Macht hat, der fest im Sattel sitzt seit Jahren, geht einfach?
Oder verläßt er das sinkende Schiff?
Weiß er längst, dass Europa absäuft?
Und dann so einen Nachfolger wie Schäuble?
Da kann einem wirklich schlecht werden

katerramus

27.03.2012, 16:58 Uhr

Jetzt werden für mindestens 5 Jahre die europäischen Spitzenposten weiterhin mit konservativen Leuten bestückt -

dann ist es relativ egal, was in den einzelnen Staaten passiert (Regierungswechsel etc.) -

die Richtlinien über Europas Finanzen werden von den gleichen Leuten wie bisher bestimmt

Mazi

27.03.2012, 17:10 Uhr

Wie teuer war dieser Postenkauf?

Es drängt sich der Eindruck auf, dass der Posten für Herrn Schäuble gekauft wurde.

Während der Luxemburger nur 3 Wochen, muss der Deutsche 4 Wochen für das gezeichnete Kapital im ESM arbeiten.

Wenn es hier um die Besetzung eines Posten geht, dann muss ein Fachmann nach dort. Herr Issing oder Herr Stark wären die Namen, die hier ins Gefecht geführt werden müssen.

Schäuble, der massgeblich am ESM-Vertrag mitgearbeitet und Sorge dafür getragen hat, dass der ESM weder auskunfts- noch rechenschaftspflichtig ist. In diesem Sinne passt es auch, dass die Akteuren im voraus schon von jeder Strafverfolgung freigestellt werden.

Hier gilt es, inne zu halten und einmal Klartext zu reden. Herr Gauck hat dafür geworben, den Bürger wieder für den demokratischen Staat zurück gewinnen zu wollen, sollte mit dieser Absicht beginnen und sich einmischen.

Nach dem Sündenfall "Schröder" steht jetzt offensichtlich der nächste Fall an. Hier besteht Handlungszwang.

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