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14.09.2011

06:52 Uhr

Eurokrise

Bosbach warnt CDU vor einem Wortbruch

Der CDU-Innvenpolitiker Wolfgang Bosbach will keinen Wortbruch der CDU in Sachen Euro. Es bleibe bei der Währungsunion, die keine Schuldenunion werden dürfe. Er äußerte sich auch zur möglichen Insolvenz Griechenlands.

Die Diskussion um die mögliche Insolvenz Griechenlands erhitzt sich. dpa

Die Diskussion um die mögliche Insolvenz Griechenlands erhitzt sich.

Berlin Im Streit über die Lösung der Euro-Krise hat der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), die eigene Partei vor einem Wortbruch gewarnt. Er wolle, dass seine Partei bei dem bleibe, was sie bei der Einführung des Euro versprochen habe, sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend im ZDF. „Es ging um die Einführung einer Währungsunion und nicht um eine Transferunion und schon gar nicht um eine Schuldenunion“, ergänzte Bosbach.

Die Politik müsse berechenbar bleiben. Und er wolle persönlich zu den Argumenten stehen, mit denen er einst für die Einführung des Euro geworben habe. Eine Insolvenz Griechenlands wollte Bosbach nicht ausschließen. Allerdings sei sie nicht das politische Ziel. Die Antwort auf die hohen Schulden Griechenlands könne nicht lauten, „dass die Staatengemeinschaft auf Dauer haften oder zahlen muss“. Es müsse die Eigenverantwortung der Länder gestärkt werden.

FDP-Generalsekretär Christian Lindner zeigte sich von Merkels Mahnung unbeeindruckt, nicht öffentlich an der Zahlungsfähigkeit Griechenlands zu zweifeln. Die Freien Demokraten wollten die Insolvenz des südosteuropäischen Landes nicht herbeireden, sagte Lindner der „Financial Times Deutschland“ (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. Doch sei der Hinweis auf die Finanzmärkte nur der Versuch, eine überfällige Debatte „über einen nicht wünschenswerten, aber möglichen Zahlungsausfall Griechenlands zu unterbinden“. Mit der ins Gespräch gebrachten geordneten Insolvenz Griechenlands habe Vizekanzler und FDP-Chef Philipp Rösler nur Selbstverständlichkeiten ausgesprochen, sagte Lindner.

Von

rtr

Kommentare (8)

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Arminius

14.09.2011, 06:33 Uhr

Die Ratten verlassen das Schiff, man will doch nicht das Feld der NPD überlassen.

Peter

14.09.2011, 07:46 Uhr

Bitte bleiben Sie standhaft und lassen Sie sich nicht auch noch von Frau Merkel rausmobben. Frau Merkel's Tage sind ohnehin gezählt.

Ichzahlnichtmehr

14.09.2011, 09:01 Uhr

Bosbach als letzter Mohikaner nur noch von Rösler und Lindner unterstützt.... wer hätte das gedacht. Ohnehin müssen diejenigen, die sich an die Gesetze halten und das Land nicht ruinieren wollen, zur Zeit übel beschimpfen lassen.

Presse, Grüne, SPD... alle schreien "Hurra wir wollen den Suizid".... unfassbar

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