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26.08.2012

12:23 Uhr

Eurokrise

CSU greift EZB-Chef Draghi scharf an

Wegen des Kurses in der Eurokrise hat CSU-Generalsekretär Alexander Dobrinth den Präsidenten der EZB scharf angegriffen. Draghi begebe sich auf den besten Weg, als „Falschmünzer Europas“ in die Geschichte einzugehen.

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. dapd

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt.

BerlinCSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hat den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, wegen des Kurses in der Eurokrise erneut scharf angegriffen. Draghis kolportierter Vorschlag zur Einführung einer Zinsobergrenze beim Aufkauf von Staatsanleihen aus Krisenländern sei "höchst gefährlich", sagte Dobrindt der "Bild am Sonntag". Mit solchen Vorschlägen begebe sich Draghi "auf den besten Weg, in das Geschichtsbuch als der Falschmünzer Europas einzugehen".

Die Zinsobergrenze wäre "eine Premium-Einladung für Spekulanten, die Spekulation gegen einzelne Länder auf die Spitze zu treiben", sagte Dobrindt der Zeitung. Gleichzeitig werde damit versucht, "entgegen den geltenden Verträgen eine Finanzierung der Schuldenländer durch die Hintertür zu stricken". Damit könnten "Schuldensünder ihren Schlendrian fortsetzen". Dobrindt warf Draghi vor, die EZB "als Schaufelrad" zu missbrauchen, "um Geld vom stabilen Norden Europas in den defizitären Süden zu schaffen". Damit mache der italienische Zentralbankchef die EZB "zur Inflationsbank".

EZB-Chef Mario Draghi hatte Anfang August gesagt, die Zentralbank werde "in den nächsten Wochen" die Bedingungen von Maßnahmen wie den erneuten Aufkauf staatlicher Schuldscheine diskutieren. Er machte jedoch keine konkreten Hilfszusagen. Die EZB lässt ihr Programm zum Aufkauf von Anleihen kriselnder Eurostaaten seit Mitte März ruhen. Mit dem zeitweisen Aufkauf will die Notenbank erreichen, dass Schuldenländer keine überhöhten Zinsen an Investoren zahlen müssen.

Von

afp

Kommentare (11)

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karma

26.08.2012, 12:35 Uhr

Na bitte, geht doch, dass sich die (noch) rechtschaffenden Deutsche für ein Mehr an Gerechtigkeit einsetzen. Was die SCS dort hevorhebt, ist die Meunung von 90% der deutschen Bürger.

Ich würde mich feuen, wenn die CSU auch hier einen vollen Erfolg hat, wir brauchen solche Stimmen.

Account gelöscht!

26.08.2012, 12:41 Uhr

Falschmünzer und Scheine......
Doch das meiste "Geld" existiert virtuell in den Computern....
Es ist so simpel die Menschen zu belügen und zu betrügen....
Es ist doch so einfach zu durchschauen..... aber die Menschen wollen es wohl so....
Armselig geht die Welt zugrunde....

Mazi

26.08.2012, 13:02 Uhr

Die CSU hat es doch garnicht nötig Draghi anzugreifen. Sie brauchen doch lediglich zu erklären, dass sicdiese Parlament an die geschlossenen Verträge gebunden fühlt. Für andere Geschäfte steht Deutschland nicht ein.

Das Parlament ist gut beraten, keine Geschäfte von "Draghi" in sein Obligo zu übernehmen.

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