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17.04.2012

13:31 Uhr

Europa-Reise

Gauck fordert stärkeres Zusammenwachsen

Bundespräsident Joachim Gauck hat sich in Brüssel dafür ausgesprochen, auch als Lehre der Schuldenkrise die Zusammenarbeit der europäischen Länder zu stärken.

Bundespräsident Gauck auf Staatsbesuch in Brüssel. Reuters

Bundespräsident Gauck auf Staatsbesuch in Brüssel.

Brüssel„Als Europa sind wir stark, als Nationalstaaten nicht mehr stark genug“, sagte Gauck am Dienstag nach einem Treffen mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Zwar seien in den Mitgliedsländern „die nationalen Identitäten noch sehr dominant in den Bevölkerungen“, aus „rationalen Gründen“ müsse es jedoch „mehr Europa“ geben. Ein Zusammenwachsen der Mitgliedsländer der Europäischen Union zu Vereinigten Staaten in Europa nannte das deutsche Staatsoberhaupt eine „Zukunftsvision“.

Aber „mehr Kooperation, mehr Abstimmung und mehr Instanzenklarheit, das können wir schon erwarten“, sagte Gauck. „Ich wünsche es mir, weil die einzelnen Staaten, egal wie sie selber von sich denken, nicht mehr das Renommee und die wirtschaftliche und die politische Kraft haben, in den großen Kraftzentren dieser Erde wahrgenommen zu werden.“ Es sei für ihn „selbstverständlich“ gewesen, dass er nach seiner ersten Auslandsreise als Bundespräsident nach Polen nun nach Brüssel und zu den europäischen Institutionen gekommen sei, sagte der Bundespräsident. Einerseits sei er als früherer DDR-Bürger ein „Bürger, der von weit her kommt“, sagte Gauck„Aus dem Osten Europas nach Europa ist ein weiter Weg gewesen.“ Zudem vertrete er ein Land, dessen „Regierungschefin ganz deutlich gesagt hat: Wir wollen in der Krise nicht weniger, sondern mehr Europa wagen. Das ist auch meine persönliche Überzeugung.“ Gauck war am Montag in Brüssel eingetroffen.

Nach Treffen mit NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und dem belgischen Regierungschef Elio Di Rupo nahm Gauck am Montagabend an einem Essen mit EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy teil. Nach dem Gespräch mit EU-Kommissionspräsident Barroso am Dienstag stand auf Gaucks Tagesordnung eine Weiterreise ins französische Straßburg, um den EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz sowie deutsche EU-Abgeordnete zu treffen.

Kommentare (21)

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Holzauge

17.04.2012, 13:58 Uhr

Ein Bundesstaat Europa ist das einzige zukunftsfähige Modell für den Kontinent.

Eine unzertrennliche politische Einheit und ein homogener Wirtschaftsraum der Platz für die reichlich vorhandene Kultur seiner Bürgerinnen und Bürger nach Feierabend bietet.

Ein Staat ohne Gleichmacherei, Unterdrückung oder gar Ausbeutung in dem sich die Bürgerinnen und Bürger frei entfalten können.

Ein Staat der auch den östlichen Teil Europas und somit Russland einschließt.

hamp

17.04.2012, 14:02 Uhr

Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.

also...er muss ganz klar gehen...er will sovereigenität an brussel abgeben...das darf er einfach nicht...er hat verspreochen der GG zu verteidigen...und der GG sagt ganz klar das deutschland nicht ein teil ein grosseren staat ist...

diese verater muss weg....vieleicht auch verhaftet werden..

Soldat

17.04.2012, 14:02 Uhr

Sowohl Geheimdienst als auch deutsches Militär ist zum Schutz des deutschen Nationalstaates vereidigt worden. Wie kommt die Politik eigentlich darauf, dass es ein Abweichen von diesen Eid geben wird?

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