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23.10.2013

17:39 Uhr

Europawahl 2014

McAllister wirbt für Reformen in Europa

ExklusivMehr Europa im Großen und weniger Europa im Kleinen. Das fordert David McAllister, designierter Spitzenkandidat der CDU für die Europawahl 2014. Europa-kritische Parteien sind für ihn „Anlass zur Sorge“.

Der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident David McAllister soll Spitzenkandidat der CDU bei der Europawahl werden. dpa

Der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident David McAllister soll Spitzenkandidat der CDU bei der Europawahl werden.

BerlinAngesichts der steigenden Zustimmungswerte Europa-kritischer Parteien in den EU-Staaten, mahnt der designierte Spitzenkandidat der CDU für die Europawahl 2014, David McAllister, Reformen an. Die richtige Lehre aus der Krise sei „mehr Europa“, sagte McAllister dem Handelsblatt. „Es muss aber auch um ein "besseres Europa" gehen. Wir brauchen mehr Europa im Großen und weniger Europa im Kleinen“, forderte er. „Die Europäische Union soll demokratisch, transparent und bürgernah sein. Dafür müssen wir auch die Kritik und die Kritiker ernstnehmen.

Der ehemalige Ministerpräsident von Niedersachsen warnte davor, europa-kritische Parteien wie die AfD zu hoch zu bewerten. „Die Motive ihrer Wähler sollte man gleichwohl ernst nehmen“, sagte er und mahnte die europa-freundlichen Parteien, einen „engagierten Wahlkampf“ zu führen. „Wir werben für eine hohe Wahlbeteiligung und werden deutlich machen, dass die Politik in der EU wichtig ist und damit auch das Parlament, als direkt gewählte Institution der Bürger“, sagte McAllister.

Die große Mehrheit der EU-Bürger sei für Europa. Gleichwohl böten die wachsenden anti-europäischen Kräfte „Anlass zur Sorge“. Diese Parteien eine allein „die Häme und Verächtlichmachung der europäischen Idee“. McAllister betonte, die Politik der Stabilisierung des Euro zeige erste Erfolge. „Europa ist nicht die Ursache der Krise, sondern ein wesentlicher Teil zu ihrer Lösung. Deshalb gilt es deutlich zu machen, dass es eben nicht egal ist, wen oder was man im Mai 2014 wählt.“

Ende November wird die CDU Niedersachsen McAllister als ihren Spitzenkandidaten für die Europawahl nominieren. Er hat gute Chancen, auch Spitzenkandidat der CDU auf Bundesebene zu werden, sollte sich die Bundes-CDU erstmals zu so einem Schritt entscheiden. Bis Februar 2014 will die Partei ihr Programm zur Europawahl beraten.

Von

dhs

Kommentare (8)

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Lutz

23.10.2013, 17:54 Uhr

Europa-kritische Parteien sind für ihn „Anlass zur Sorge“.

Das sehe ich nicht so!

Gut, dass die Menschen aus diesem Euro-Apltraum langsam aufwachen!

Die 2. französische Revolution kommt bestimmt.

Island

23.10.2013, 18:10 Uhr

Als Engländer kann er gut reden, sein Land hält sich aus guten Grund aus der EU etwas zurück und wir bezahlen seit Jahren den Großteil des Englischen Beitrages mit.

Die EU ist nicht Europa.

Die „Europäische Idee“ ist nichts anders wie der Versuch der „abgehalfterten Westeuropäischen Staaten (England + Frankreich) ihren schwindenden Einfluss in der Welt und Europa zu kompensieren.

Ihre Mitbewerber auf den Europäischen Kontinent hatten sie zerschlagen (Deutschland und Österreich-Ungarn) aber daß die Zeit weiterging haben sie nie in aller Deutlichkeit gesehen, viele andere Staaten sind größer geworden (USA, China, Indien, Japan, Brasilien)

Die EU ist nur ein Klub der Verlierer.

Mitglied dieses Klubs zu sein ist, wie eine Reise auf der Titanic.

Account gelöscht!

23.10.2013, 18:22 Uhr

„Europa ist nicht die Ursache der Krise, sondern ein wesentlicher Teil zu ihrer Lösung." Glaubt der Typ eigentlich selber den Schwachsinn, welchen er da von sich gibt?!? - Bei der Verteilung von Naivität muss McAllister am lautesten "HIER" geschriehen haben!

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