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26.01.2014

13:19 Uhr

Europawahl

Martin Schulz führt die SPD an

Auf ihrem Europa-Parteitag in Berlin versuchen die Sozialdemokraten den Schulterschluss. Zwischen ost- und westdeutschen Landesverbänden knirscht es. Ein bekanntes Gesicht soll den Riss kitten.

Nominiert: Martin Schulz führt die SPD in den Europa-Wahlkampf. Reuters

Nominiert: Martin Schulz führt die SPD in den Europa-Wahlkampf.

BerlinDer SPD-Europapolitiker Martin Schulz führt seine Partei zum dritten Mal als Spitzenkandidat in die Europawahl. Der 58-Jährige wurde am Sonntag von einer Delegiertenkonferenz in Berlin mit 97,3 Prozent der Stimmen an die Spitze der Kandidatenliste gewählt.

Schulz ist seit 20 Jahren Mitglied des Europäischen Parlaments und derzeit auch dessen Präsident. Am 1. März wollen ihn die sozialdemokratischen Parteien in Rom zu ihrem europaweiten Spitzenkandidaten für die Europawahl am 25. Mai küren. Die SPD hofft darauf, dass die Fraktion der Sozialisten und Demokraten stärkste Kraft im Parlament wird und Schulz somit Präsident der Europäischen Kommission werden könnte.

Die Sperrklauseln zur Europawahl in den einzelnen EU-Ländern

Keine

Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Großbritannien, Irland, Luxemburg, Malta, Niederlande, Portugal, Spanien, Zypern.

3 Prozent

Deutschland, Griechenland

4 Prozent

Italien, Österreich, Schweden, Slowenien.

5 Prozent

Frankreich*), Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn.

*) In Frankreich gelten Sperrklauseln je Wahlkreis, in allen anderen Ländern landesweit.

5,88 Prozent

Bulgarien

Die Klausel in Bulgarien variiert leicht von Wahl zu Wahl, da sie jeweils nach Zahl der gültigen Stimmen neu festgelegt wird.

Bei der Europawahl vor fünf Jahren hatte die SPD mit 20,8 Prozent und 23 Abgeordneten ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Europawahl überhaupt erzielt. In diesem Jahr verspricht sich die SPD einen deutlichen Aufschwung bei der Europawahl, gerade auch wegen ihrer Regierungsbeteiligung in Berlin.

Mit Martin Schulz könnte erstmals ein SPD-Kandidat auf EU-Ebene ganz weit oben landen. EU-Kommissionspräsident Barroso hofft zwar noch auf eine dritte Amtszeit, doch mit dem Deutschen steht ihm ein ernst zu nehmender Gegenkandidat gegenüber.

Kommentare (5)

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Mazi

27.01.2014, 09:55 Uhr

Es sieht nicht so gut aus für Herrn Schulz, wie man hier glauben machen will.

Merkel wird in Griechenland mit Hitler verglichen und die wirtschaftliche Macht der Deutschen scheint übermächtig zu sein.

Wer in solcher Situation davon ausgeht, dass die "unterlegenen" 99 % in der EU den deutschen Kandidaten unterstützen, der muss naiv sein.

nichtzufassen

27.01.2014, 11:42 Uhr

ist das ein bruder von Lanz?

Mazi

27.01.2014, 13:57 Uhr

Könnte sein, aber Ähnlichkeit hat er nicht.

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